Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

China bricht zur Rückseite des Mondes auf

Ein chinesisches Raumschiff hat sich als erstes überhaupt auf den Weg zur Rückseite des Mondes gemacht. Eine Rakete vom Typ «Langer Marsch 3B» startete am Freitagabend (MEZ) mit der Mondsonde «Chang'e 4».
Mondfinsternis hinter Rigi Kulm. (Bild: Philipp Schmidli (Eschenbach, 27. Juli 2018)

Mondfinsternis hinter Rigi Kulm. (Bild: Philipp Schmidli (Eschenbach, 27. Juli 2018)

Startplatz war der Raumfahrtbahnhof Xichang in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Bei einem erfolgreichen Verlauf der Mission wäre China die erste Raumfahrtnation, der eine Landung auf der Rückseite des Mondes gelänge.

Die Weltpremiere ist Teil von Pekings ehrgeizigem Raumfahrtprogramm. Die Raumfahrzeuge des chinesischen Mondprogramms sind nach der Mondgöttin Chang'e aus der chinesischen Mythologie benannt.

Darüber, wann «Chang'e 4» auf dem Mond aufsetzen soll, lagen zunächst unterschiedliche Informationen vor. Die staatliche Zeitung «China Daily» sprach am Freitag von einer «mehrwöchigen» Reise. In anderen Berichten war von 27 Tagen bis zur Landung die Rede.

Erkundungen mit Roboter

Als Landeplatz nannten Staatsmedien den Aitken-Krater, der 1970 nach dem amerikanischen Astronomen Robert Grant Aitken benannt wurde. Nach der Ankunft soll ein mitgebrachtes Roboterfahrzeug den Boden und die Strukturen um den Landepunkt untersuchen. Das Fahrzeug ist mit einer Panoramakamera und Messgeräten ausgestattet.

Zudem hat «Chang'e 4» Saatgut geladen, mit dem geprüft werden soll, ob Gemüseanbau in einer geschlossenen Umgebung bei der niedrigen Schwerkraft der Mondoberfläche möglich ist. Die Kommunikation mit dem Lander ist aufwendig, da die Rückseite des Mondes im Funkschatten der Erde liegt.

Um dieses Problem zu lösen, hatte China im Mai einen Übertragungssatelliten in die Umlaufbahn des Mondes gebracht, der als Relais-Station dienen soll.

Die Vorderseite des Mondes wurde schon häufiger besucht: Die USA brachten zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Erdtrabanten. 1976 landete die sowjetische Sonde «Luna 24» auf dem Mond, bis 2013 mit «Chang'e 3» die erste chinesische Mondsonde folgte. Die Rückseite des Mondes ist keineswegs dunkel, sondern bekommt im Monatsverlauf ebenso viele Sonnenstrahlen ab wie die Vorderseite. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.