Germanwings-Absturz
Co-Pilot war psychosomatisch krank und litt unter Sehstörungen

Der Co-Pilot der Germanwings-Maschine hat unter schweren psychosomatischen Erkrankungen gelitten. Die Ermittler haben zahlreiche Medikamente bei der Hausdurchsuchung gefunden. Zudem soll er unter einer schweren Sehstörung gelitten haben.

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So präsentierte sich Andreas Lubitz auf seinem Facebook-Profil.

So präsentierte sich Andreas Lubitz auf seinem Facebook-Profil.

Keystone

Die Ermittler des Düsseldorfer Polizeipräsidiums haben eindeutige Erkenntnisse für eine schwere «psychosomatische Erkrankung» des Co-Piloten Andreas Lubitz gefunden, wie die «Welt am Sonntag» berichtet.

Erste Leichenteile des Co-Piloten identifiziert

Die Ermittler haben in Frankreich am Samstag erste Leichenteile des Co-Piloten Andreas L. identifiziert, wie «Bild am Sonnatg» vorab berichtet. Mit einem mobilen Labor werden die Opfer anhand ihrer DNA identifiziert.

Die Ermittlungsgruppe «Alpen» hat bei der Durchsuchung seiner Wohnung zahlreiche Medikamente gefunden, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. «Der 27-Jährige ist von mehreren Neurologen und Psychiatern behandelt worden», sagte ein hochrangiger Fahnder gegenüber der Zeitung.

Der Ermittler erklärt weiter, dass Andreas Lubitz unter einem schweren «starken subjektiven Überlastungssyndrom» gelitten habe und schwer depressiv gewesen sei. Dies zeigten persönliche Aufzeichnungen, die der Co-Pilot gesammelt habe. Im Moment werten die Ermittler den beschlagnahmten Computer und Schriftstücke aus. Zudem würden seine Freundin, Freunde, Kollegen, Bekannte und Ärzte befragt.

Der Co-Pilot soll zudem unter schweren Sehstörungen gelitten haben, wie "Bild am Sonntag" vorab berichtet. Er war deswegen in ärztlicher Behandlung. Die Störung soll seine Flugtauglichkeit gefährdet haben. Weitere Ermittlungen sind im Gang, wie die Zeitung weiter berichtet.

Zuletzt war er vom 19. bis zum 26. März krank geschrieben. Das Attest hielt er vor seinem Arbeitgeber verborgen. 200 Polizeibeamte sind zur Zeit im Einsatz, um den Fall aufzuklären, wie die «Welt am Sonntag» schreibt.

Am Dienstag steuerte der Co-Pilot eine Germanwings-Maschine absichtlich in eine Felswand in den französischen Alpen. 150 Menschen kamen dabei ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, Andreas Lubitz sei noch während seiner Piloten-Ausbildung wegen Suizid-Gefährdung in psychotherapeutischer Behandlung gewesen.
11 Bilder
So präsentierte sich Andreas Lubitz auf seinem Facebook-Profil.
Hier wohnte Andreas Lubitz.
Das Elternhaus von Andreas Lubitz.
Journalisten vor dem Haus von Andreas Lubitz in Montabaur.
Andreas Lubitz war Mitglied der Segelfluggruppe Westerwald.
Die Polizei bewacht das Haus, in dem Co-Pilot Andreas Lubitz gewohnt hat.
Die Polizei bewacht das Haus, in dem Co-Pilot Andreas Lubitz gewohnt hat.
Die Polizei bewacht das Haus, in dem Co-Pilot Andreas Lubitz gewohnt hat.
Segelflug-Mitglied Peter Rücker steht vor dem Segelflugzeug, das Co-Pilot Andreas Lubitz geflogen hat.
Andreas Lubitz bei einem Laufrennen in Hamburg.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, Andreas Lubitz sei noch während seiner Piloten-Ausbildung wegen Suizid-Gefährdung in psychotherapeutischer Behandlung gewesen.

Keystone