Schiffsunglück
Costa Concordia: Schweizer handelt Millionen für Opfer des Schiffsunglücks aus

Der Schweizer Peter Irminger verhandelt seit Monaten mit der Reederei der Costa Concordia - diese Woche mit seinem grössten Erfolg: Er könnte für seine Klienten eine Millionenentschädigung aushandeln.

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Costa Concordia
10 Bilder
Die «Costa Concordia» bei Nacht mit Blick auf die Hafenstadt Giglio
Taucher im Innern der "Costa Concordia"
Der Treibstoff der Costa Concordia wird bald abgepumpt (Archiv)
Resultat eines üblichen Manövers? Die Costa Concordia in Schräglage (Archiv)
Übernahm die Verantwortung: "Costa Concordia"-Kapitän Schettino (Archiv)
Ein Taucher sucht am Wrack der «Costa Concordia» nach Vermissten.EPA/KEY
Folge eines "unbesonnenen Manövers": Die havarierte Costa Concordia (Archiv)
Taucher bei der Costa Concordia
Die Costa Concordia liegt vor der Insel Giglio

Costa Concordia

Keystone

Wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet, einigten sich seine wichtigsten Klienten am Freitag mit der Reederei des Unglücksschiffs auf eine Millionenentschädigung. Der Zürcher vertrat fünf deutsche Familien, die um Familienmitglieder trauern, und eine Passagierin, die beim Unglück vor der italienischen Insel Giglio ihren Mann verlor.

Irminger, selbst Kapitän, arbeitet für die Firma ZASS International mit Sitz in Hamburg. Sie ist auf Regressforderungen im Schifffahrtsbereich spezialisiert. Nach der Athener Konvention, welche die Höhe der Haftungsbegrenzung regelt, stehen den Betroffenen rund 400 000 Euro pro Person zu.

Keine konkreten Zahlen

Der aussergerichtliche Vergleich liegt nun aber «deutlich über dieser Norm», sagt Irminger. Zum Schutz der Hinterbliebenen will er keine konkreteren Zahlen nennen. Wegen des Unglücks fordert Irminger neue Regeln - auch für die Schweiz.

Als einziges Land neben Italien muss bei uns der Kapitän bei einem Unglück als Letzter von Bord - für Irminger ein «völliger Unsinn». Wenn der Kapitän die Rettungsaktion von Land aus effizienter koordinieren könne, dann müsse er gehen.