Nach Anschläge
Dänemarks Luftwaffe kämpft trotz Terrorattacke weiter gegen IS

Trotz der offensichtlich islamistisch motivierten Anschläge von Kopenhagen beteiligt sich die dänische Luftwaffe weiter am internationalen Militäreinsatz gegen die Terrormiliz des selbsternannten Islamischen Staates (IS) im Irak.

Merken
Drucken
Teilen
Strenge Sicherheitskontrollen in Kopenhagen nach den Anschlägen.

Strenge Sicherheitskontrollen in Kopenhagen nach den Anschlägen.

Keystone

Dies versicherte Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt am Montag vor den Medien.

Sie wertete die tödlichen Schüsse vom Wochenende als Angriff auf die Rede- und Versammlungsfreiheit ihres Landes. Der Attentäter habe eine offene Diskussion und eine religiöse Gemeinschaft ins Visier genommen. Darauf reagiere das Land entschieden und entschlossen.

Ein 22-Jähriger hatte am Samstag und in der Nacht zu Sonntag in einem Kulturcafé und vor einer Synagoge zwei Menschen erschossen und fünf Polizisten verletzt. Am Sonntagmorgen wurde der arabischstämmige Angreifer bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Strenge Sicherheitskontrollen in Kopenhagen
15 Bilder
Passanten legen Blumen vor der Synagoge nieder
Ministerpräsidentin Thorning-Schmidt an einer Medienkonferenz
Drei Verletzte bei Schiesserei an Konferenz zu Meinungsfreiheit in Kopenhagen
Forensiker am Tatort
Die dänische Polizei hat den mutmasslichen Attentäter erschossen
Der oberste Rabbi Dänemarks und der Präsident der jüdischen Gemeinschaft an einer Medienkonferenz am Sonntag
Die dänische Polizei sichert das Gelände
Deutsche Polizisten kontrollieren ein Fahrzeug an der deutsch-dänischen Grenze
Drei Polizisten wurden bei der Schiesserei verletzt.
Die Schüsse fielen bei einer Veranstaltung über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit.
Nach den mutmasslich zwei Tätern wird auf Hochtouren gefahndet.
Auch der schwedische Mohammed-Karikaturist Lars Vilks nahm an der Konferenz teil.
Ob die Tat einen religiös motivierten Hintergrund hat, kann noch nicht gesagt werden.
Die Täter schossen von aussen auf das Gebäude.

Strenge Sicherheitskontrollen in Kopenhagen

Keystone

Thorning-Schmidt sagte, sie leide mit den Angehörigen der Ermordeten sowie den Verletzen und deren Familien. Dänemark fühle sich ermutigt durch die Anteilnahme von Menschen aus aller Welt und sei dankbar dafür.

Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit seien für Dänemarkunverzichtbar. Die Dänen würden sie verteidigen. "Der Angriff auf die Juden in Dänemark ist ein Angriff auf ganz Dänemark", sagte Thorning-Schmidt. Es gehe auch gar nicht um einen Streit zwischen Religionen. "Das ist kein Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen oder Muslimen und Nichtmuslimen", sagte sie. Es gehe um die Freiheit.