Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Das Appenzellerland hilft Kurdistan

Hilfskonvoi Alles begann mit einem Gespräch an der Kanzel. Zu diesen lädt der Diakon der Katholischen Pfarrei Teufen-Bühler-Stein, Stefan Staub, jeweils spannende Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft in seine sonntägliche Messe ein. Einmal kam der Gesandte der kurdischen Autonomieregierung in der Schweiz, Fauzi Kaddur, der in Teufen lebt. Kaddur erzählte, wie es um seine Heimat steht und wie viele Flüchtlinge dort Schutz gefunden haben. Staub, der findet, dass Gott insbesondere durch die Tat spricht und dabei auch keine Unterscheidung zwischen Religionen machen sollte, entschied, etwas zu unternehmen.

Innerhalb weniger Monate stellte er einen Hilfskonvoi in den Nordirak zusammen und sammelte zusätzlich Zehntausende Franken. Für die nötige Professionalität sorgt Ueli Schleuniger, ein Pensionär, der beschlossen hat, einen Grossteil seiner Zeit der Flüchtlingshilfe zu widmen und auch schon mehrfach deshalb auf der griechischen Insel Lesbos war. Die Zahl der Freiwilligen wurde immer grösser, Vereine und Firmen schlossen sich an, und dies über das Appenzellerland hinaus. Der erste Konvoi fuhr im Frühjahr 2016. Geladen hatte er Kleider, Rollstühle, Hygieneartikel, Nähmaschinen und vieles mehr. In Empfang genommen wurden die Lastwagen von Helfern persönlich, die mit den Geldspenden vor Ort Lebensmittelpakete zusammenstellten und diese verteilten.

Sechs Lastwagen und über 100000 Franken

In der Zwischenzeit wurden weitere Spenden gesammelt und damit unter anderem drei Wassertransporter für die Camps finanziert. Nun gingen weitere sechs Lastwagen in den Nordirak. Dieses Mal waren auch Matratzen, Schulhefte und Kinderspielzeuge geladen. Geldspenden gingen über 100000 Franken ein. Wieder hielten sich die Helfer vor Ort auf. Dort unterstützen sie auch längerfristige Projekte wie den Bau von Gewächshäusern in einem der Camps. Zudem kauften sie Medikamente. Als nächstes Projekt wollen sie in einem der Camps für Flüchtlinge aus Syrien, die voraussichtlich noch Jahre bleiben werden, die Unterkünfte austauschen. Die Zelte und einfache Steinbauten sind in einem desolaten Zustand. Im Winter fliesst Wasser rein und im Sommer kommen Schlangen. Idee ist, dass die Spender aus der Schweiz je eine kompakte Wohneinheit finanzieren können, die dann nach ihnen benannt wird.

Christopher Gilb

Hinweis

Weitere Infos zum Projekt aus Teufen: www.kath-teufen.ch/hilfskonvoi

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.