Naturkatastrophen
Das waren die grössten Naturkatastrophen 2010

Überschwemmungen, Erdbeben, Brände: Mutter Natur schlug 2010 mit allen Elementen im verheerenden Ausmasse zu. Hunderttausende Menschen verloren ihre Hab und Gut, ihr zu Hause, ihre Angehörige und Familie - oder gar ihr Leben.

Lea Durrer
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Naturkatastrophen Das Erdbeben in Haiti fordert zwischen 250 000 und 300 000 Tote.
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Naturkatastrophen Auch der Präsidentenpalast in Port-au-Prince wird zerstört.
Das Katastrophenjahr 2010
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Naturkatastrophen In Israel brennen die Wälder - rund 650 Hektaren Land stehen in Flammen.
Naturkatastrophen Sturm "Xynthia" verursachte grosse Schäden in Frankreich
Naturkatastrophen In Kolumbien kommt es immer wieder zu Erdrutschen.
Naturkatastrophen Überschwemmungen in Australien zum Jahresende.
Naturkatastrophen Nasse Füsse auch für die Kängurus.

Naturkatastrophen Das Erdbeben in Haiti fordert zwischen 250 000 und 300 000 Tote.

Das Katastrophenjahr 2010 begann mit einem Erdbeben, das am 12. Januar grosse Teile Haitis, inklusive der Hauptstadt Port-au-Prince, in Schutt und Asche legte. Gemessen an der Zahl der Todesopfer gehörte das Beben zum schwersten in der gesamten Geschichte Nord- und Südamerikas. Schätzungen gehen von 250000 bis 300000 Toten aus. Doch mit dem Erdbeben nicht genug: Die Cholera foderte weitere Opfer.

«Ein durchschnittliches Jahr»

So katastrophal die Folgen der Unglücke: Die Versicherer sprechen dennoch nicht von einem aussergewöhnlichen Jahr. «Die Verluste der Versicherten waren durchschnittlich», heisst es etwa beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re. Die menschlichen Folgen durch die Katastrophen seinen aber, wie beispielsweise in Haiti, verheerend.

Trotz gewaltiger Naturkatastrophen fährt der zweitgrösste Rückversicherer der Welt satte Gewinne ein. Alleine im dritten Quartal waren es 618 Mio. US-Dollar. Das hängt vor allem damit zusammen, dass 2010 vorwiegend arme und unversicherte Gebiete von Katastrophen heimgesucht wurden. Diese liegen den Versicherungen nicht auf der Tasche.

Während 2010 die Aufwendungen für die Versicherer in etwa gleich bleibt, verdoppeln sich die Kosten für Schäden gegenüber 2009, schreibt der Rückversicherer Munich Ré.

Die globale Versicherungswirtschaft rechnet mit Kosten von rund 31 Mrd. US-Dollar für Schäden durch Naturkatastrophen. Die volkswirtschaftlichen Schäden haben sich im Vergleich zu 2009 verdoppelt und belaufen sich auf ungefähr 120 bis 130 Mrd. US-Dollar. (lds)

Auch Chile wurde von schweren Erdstössen erschüttert. Hunderttausende Häuser in der Region Maule wurden dabei beschädigt, nicht zuletzt wegen der fehlenden erdbebensicheren Bauweise. Glücklicherweise forderte das Beben aber keine Menschenleben.

Wasser flutet

Nicht Erde sondern Wasser machte Pakistan im August zu schaffen. Dörfer waren abgeschnitten oder gar geflutet, Häuser und Felder zerstört. Über 1100 Menschen starben in den Fluten.

Auch in Kolumbien wirkte die Kraft des Wassers: Die schwersten Regenzeiten seit 40 Jahren liessen im Dezember Hänge rutschen und Flüsse anschwellen. Mindestens 310 Menschen starben, tausende verloren ihr Obdach.

Feuer wütet

Ohnmächtig stand Israel Anfang Dezember einem Waldbrand gegenüber. Beim Brand im Karmel-Gebirge starben 42 Menschen. Auch russische Wälder gingen in Flammen auf.

Luftmassen zerstören

Der Orkan Xynthia stürmte vom 26. bis 28 Februar über die Kanarischen Inseln, Portugal, Spanien, Frankreich und Teile Mitteleuropas hinweg. Insgesamt forderte das Tief Xynthia 60 Menschenleben.

Grossräumige Auswirkungen hatte 2010 der Eyjafjallajökull. Am 20. März begann der Vulkan Asche auszuspucken, und legte damit den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mittelamerikas lahm.

Eine Katastrophen freie Zeit steht auch so kurz nach den Festtagen nicht an: Grosse Gebiete in Australien sind seit Ende 2010 von Wassermassen überflutet. Die Überschwemmungen gelten als die schlimmsten seit 50 Jahren und haben bisher rund die Hälfte der Weizenernte vernichtet. Eine Erholung ist noch nicht absehbar.

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