Demonstrationen
Neue Proteste gegen Militärputsch in Myanmar

Myanmar hat sich am Montag auf neue Proteste gegen den Militärputsch vorbereitet.

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Proteste in Myanmar.

Proteste in Myanmar.

Bild: Maung Lonlan/ EPA/ Keystone
(dpa)

In Myanmar haben am Montag erneut zahlreiche Menschen gegen den Militärputsch und die Festsetzung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und zahlreicher anderer Spitzenpolitiker protestiert. Gleichzeitig riefen prominente Aktivisten zu einem landesweiten Generalstreik auf.

Besonders in der nördlichen Grossstadt Mandalay gab es eine grosse Demonstration, bei der die Teilnehmer Bilder von Suu Kyi in den Händen hielten und auf Plakaten deren Freilassung forderten. Auch in der grössten Stadt Yangon und der Hauptstadt Naypyidaw gingen viele Menschen auf die Strasse. Dabei soll die Polizei auch Wasserwerfer eingesetzt haben, wie auf Fotos in sozialen Netzwerken zu sehen war.

Wie bereits am Wochenende dominierte bei den Kundgebungen die Farbe Rot - in Anlehnung an die Farbe von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie. Viele Demonstranten trugen auch durchgestrichene Fotos des Generals Min Aung Hlaing, der nach dem Putsch vor einer Woche die Macht übernommen hatte. «Schäm Dich, Diktator», war darauf zu lesen.

Am Wochenende hatten nach Augenzeugenberichten Zehntausende Demonstranten gegen die Militärs protestiert. In der Vergangenheit hatte die Armee jeden Widerstand mit brutaler Gewalt unterdrückt. Die Befürchtungen einer Eskalation nehmen zu.