Papstwahl
Der Papst ist das Oberhaupt von 1,2 Milliarden Gläubigen

Der Papst ist das religiöse Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit 1,2 Milliarden Gläubigen. Seit dem 12. Jahrhundert spricht die Kirche vom Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. Der Papst ist Bischof von Rom und Staatsoberhaupt des Vatikans.

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Jubel im Vatikan: Die Menschen auf dem Petersplatz sehen weissen Rauch aufsteigen

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Keystone

Der neue Papst gilt offiziell als 266. der Kirchengeschichte. Der Glaubenslehre zufolge ist der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus.

Diesen hatte Jesus von Nazareth nach dem Matthäus- Evangelium als ersten Kirchenführer eingesetzt.

Petrus ging der Überlieferung zufolge nach Rom, wo er den Märtyrertod starb. Über seinem mutmasslichen Grab wurde später der Petersdom errichtet.

Der Papst ernennt Bischöfe und Kardinäle und bestimmt auch die Lehrmeinung der Kirche. In Glaubens- und Sittenfragen ist er nach der Kirchenlehre unfehlbar. Mit Enzykliken (Rundbriefen) nimmt der Papst zu kirchlichen und weltlichen Themen Stellung.

Die offiziellen Papst-Titel lauten: Bischof von Rom, Statthalter Jesu Christi, Nachfolger des Apostelfürsten, Oberhaupt der Gesamtkirche, Primas von Italien, Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Rom, Souverän des Staates der Vatikanstadt, Diener der Diener Gottes.

Auf den Titel "Patriarch des Abendlandes" verzichtete Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006. Der Titel wurde aus der offiziellen Papsttitulatur entfernt.

Der Verzicht sei "ein Akt historischen und theologischen Realismus", erklärte der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen. "Die Aufgabe des Anspruchs auf den Titel könnte den ökumenischen Dialog fördern." Die übliche Papst-Anrede ist "Heiliger Vater" oder "Eure Heiligkeit".