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Der Richter entscheidet am Montag

Prozess Gestern hat im Justizpalast von Reggio Calabria die letzte Anhörung vor dem Richter des Vorverfahrens stattgefunden. Er wird am Montag entscheiden, wie es mit den 13 Angeschuldigten aus dem Thurgau weitergehen soll. Laut einem der Anwälte der mutmasslichen Thurgauer Mafiosi, Giovanni Vecchio, werden voraussichtlich drei der Angeschuldigten im Kurzverfahren abgeurteilt werden, während die übrigen zehn an das ordentliche Strafgericht von Locri, einer Kleinstadt am Ionischen Meer, überwiesen werden sollen.

Das Kurzverfahren ist für geständige Täter vorgesehen; zur Belohnung für das Geständnis gibt es einen Strafrabatt. Ebenfalls einen «Sconto» erhalten haben die beiden einzigen Mitglieder der Thurgauer ‘Ndrangheta-Zelle, die bereits in einem ordentlichen Verfahren verurteilt worden sind. Der 68-jährige Antonio N. und der 73-jährige Raffaele A., die als die beiden Anführer der Gruppe gelten, sind im November vom Berufungsgericht von Reggio Calabria zu zehn und acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Strafen der Vorinstanz hatten um vier Jahre höher gelegen.

Anwalt Giovanni Vecchio will auch das mildere Urteil anfechten. Er und die übrigen Anwälte vertreten auch im Fall der anderen 13 Angeschuldigten die Meinung, dass es keinerlei Beweise für eine Mitgliedschaft der Mandanten zu einer mafiösen Organisation gebe. Bei den Sitzungen im Boccia-Club von Wängi, wo die Gruppe von einer versteckten Kamera gefilmt worden war, habe es sich um Familientreffen und nicht um mafiöse Zusammenkünfte gehandelt.

Die 13 Angeschuldigten, die nun auf ihren Prozess warten, waren nach langem Hin und Her im März 2016 von der Schweizer Polizei verhaftet worden. Das Bundesamt für Justiz hatte einem italienischen Auslieferungsersuchen zugestimmt und in den Kantonen Thurgau, Zürich und Wallis 15 Personen festnehmen lassen. Die letzten von ihnen sind im Oktober ausgeliefert worden. (dsr)

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