Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Der saubere Sportler wird geschützt»

Nachgefragt
Daniel Good
Matthias Kamber, Direktor der Stiftung Antidoping Schweiz. (Bild: PD)

Matthias Kamber, Direktor der Stiftung Antidoping Schweiz. (Bild: PD)

Er ist der Dopingexperte in der Schweiz, Matthias Kamber, der abtretende Direktor der Stiftung Antidoping Schweiz. Der Chemiker begrüsst den Entscheid des Internationalen Olympischen Komitees, Russland von den Olympischen Spielen 2018 auszuschliessen.

Wie beurteilen Sie den gestern vom IOC gefällten Entscheid?

Es ist ein guter und mutiger Beschluss. Das IOC hat jene Führungsqualitäten gezeigt, die man von ihm erwartet. Es hat ein deutliches Zeichen gesetzt, dass der saubere Sportler geschützt wird.

Welche Auswirkungen hat der Ausschluss Russland auf den ­internationalen Sport?

Er zeigt unter anderem, dass die Nationalen Dopingagenturen ernst genommen werden. Über 30 von ihnen, auch wir Schweizer, haben den Ausschluss Russlands gefordert. Das ist jetzt eingetreten. Der Entscheid des IOC zeigt auch, dass die Dopingbekämpfung von höchster Stelle aus ernst genommen wird. Unsere Athleten in der Schweiz sehen, dass etwas gemacht und nicht einfach weggeschaut wird.

Seit Jahrzehnten erwecken die Dopingkontrolleure den Eindruck, immer zwei oder drei Schritte zu spät kommen. Wann ist dies endlich nicht mehr der Fall?

Das stimmt längst nicht immer. Beim Nachweis gewisser Substanzen wurden in kurzer Zeit grosse Fortschritte gemacht. In den Dopingkontrollen kann immer mehr nachgewiesen werden.

Kann sich der Entscheid des IOC auf die Fussball-WM im nächsten Sommer in Russland niederschlagen?

Direkt auf den Fussball wirkt sich der olympische Ausschluss Russlands meiner Meinung nicht aus. Eigentlich müsste aber der russische Sportminister Witali Mutko, der bei der Fussball-WM als lokaler Organisator auftritt, Verantwortung übernehmen und zurücktreten. Das ist bis jetzt nicht der Fall.

Interview: Daniel Good

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.