Der Taktstock

LESBAR ZEITSCHRIFTEN Der neue St. Galler Chefdirigent, Otto Tausk, hat einen, viele andere Dirigenten verwenden ihn auch. Das muss nicht sein. Pierre Boulez zum Beispiel empfindet das peitschende Geräusch eines Taktstocks als unerträglich.

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LESBAR ZEITSCHRIFTEN

Der neue St. Galler Chefdirigent, Otto Tausk, hat einen, viele andere Dirigenten verwenden ihn auch. Das muss nicht sein. Pierre Boulez zum Beispiel empfindet das peitschende Geräusch eines Taktstocks als unerträglich. So viele Dirigenten, so viele Meinungen zum Taktstock. Der Geschichte dieses eigenartigen Werkzeugs geht die Zeitschrift «Fono Forum» nach. Und hat auch die ungefähre Geburtsstunde ermittelt: In den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts haben erstmals Dirigenten einen Taktstock verwendet.

Fono Forum Oktober 2012

Die Eigenwillige

Wer in der Kunst Karriere machen will, muss etwas können. Aber auch andere Eigenschaften sind durchaus nützlich. «Wer mich engagiert, muss mich so akzeptieren, wie ich bin – mit meiner Stimme und meinem Dickkopf», erklärt in der Zeitschrift «Musik& Theater» die Sängerin Christiane Karg. Sie liebt Dirigenten mit Forschergeist, wie etwa Nikolaus Harnoncourt. Von ihm hat sie gelernt, «Pausen als Teil der Musik zu empfinden.» Und über diese Musik sagt sie: «Letztlich geht es doch immer um die Liebe, in fast allen Arien und in jeder Oper.»

Musik&Theater, September 2012

Guck mal

Die Augen eines Tiers sind faszinierend. Vor allem wenn sie aus der Nähe betrachtet werden können. Zum Beispiel das Auge eines Jaguars, das im Dunkeln funkelt. Denn Katzenaugen leuchten, sobald Licht auf sie fällt. Das liegt an einer spiegelnden Netzhaut, der sogenannten Tapetum lucidum, was leuchtender Teppich bedeutet. Diese wirft das einfallende Licht nochmal auf die Netzhaut zurück. Lichtempfindliche Zellen im Auge, die Stäbchen, werden somit gleich zweimal vom Licht getroffen. Der Jaguar nimmt dadurch auch schwaches Licht wahr. Ebenso faszinierend sind die beiden Facettenaugen der Raubfliege. Sie bestehen aus tausenden Einzelaugen, von denen jedes einen winzigen Ausschnitt der Umgebung erfasst. Das Fliegengehirn ist dann gefordert.

Geolino, September 2012

Rolf App/Bruno Knellwolf