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DEUTSCHLAND: Attentat in Münster: AfD-Tweet löst heftige Diskussion im Netz aus

Es waren drei Worte, aber die sorgten für einen riesen Ärger im Netz. «WIR SCHAFFEN DAS!», tweetete kurz nach dem Attentat in Münster Beatrix von Storch. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei AfD im deutschen Bundestag spielte damit auf Angela Merkels Worte in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise an.
"Was zur Hölle ist in diesem Land los?": Beatrix von Storch, Vize-Fraktionschefin der rechtsnationalistischen AfD im deutschen Bundestag. (Bild: KEYSTONE/EPA/CLEMENS BILAN)

"Was zur Hölle ist in diesem Land los?": Beatrix von Storch, Vize-Fraktionschefin der rechtsnationalistischen AfD im deutschen Bundestag. (Bild: KEYSTONE/EPA/CLEMENS BILAN)

Bei vielen Usern auf Twitter kam dies gar nicht gut an. «Niemand weiss irgendwas, aber der Storch reisst schon den Schnabel auf», kommentierte DeSchatzen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Noch deutlicher wurde Timmy: «Statt Empathie oder Mitgefühl zu zeigen oder wenigstens auf sichere Informationen zu warten, haben Sie sich ungefähr zum 20. Mal als menschenfeindliche, herablassende, gefühlslose Lebensversagerin geoutet. Glückwunsch zu so viel Widerlichkeit», schrieb er.

Wenig später versucht die AfD-Politikerin zurück zu rudern. «Das muss kein islamischer Anschlag gewesen sein. Klar nicht. Und wenn sich ein deutscher Kranker als Täter herausstellt, dann konstatiere ich: auch von deutschen Mördern und Verrückten haben wir beileibe mehr als genug. Wir brauchen keinen einzigen dazu.» Doch wirklich punkten kann sie damit nicht.

Täter soll ebenfalls tot sein

In Münster sind am Samstagnachmittag drei Menschen gestorben und 30 weitere verletzt worden, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr (wir berichteten). Bei dem mutmasslichen Täter soll es sich laut mehreren Medienberichten um einen 48-jährigen Deutschen handeln, der unter psychischen Störungen litt. Er hat sich im Fahrzeug erschossen. Über das Motiv wird noch immer gerätselt.

Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. Sie bittet die Bevölkerung über Twitter, keine Gerüchte in Umlauf zu bringen und auch keine Bilder vom Einsatzort zu posten: «Damit unterstützt Ihr uns nicht», appelliert die Polizei. Gleichzeitig ruft sie dazu auf, die Zufahrtswege frei zu halten. (bu)

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