DEUTSCHLAND: LKW-Attentat in Münster: Täter ein Deutscher mit psychischen Problemen

In Münster sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr. Der Fahrer tötete dabei drei Menschen und verletzte mindestens 30 weitere. Die deutschen Behörden gehen von einem Anschlag aus.

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Polizisten stehen vor dem Haus, in dem sich die Wohnung des Amokfahrers befindet. (Bild: Friso Gentsch / DPA / Keystone (Münster, 8. April 2018))

Polizisten stehen vor dem Haus, in dem sich die Wohnung des Amokfahrers befindet. (Bild: Friso Gentsch / DPA / Keystone (Münster, 8. April 2018))

Im nordwestdeutschen Münster ist am Samstagnachmittag ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast. Der Fahrer tötete dabei drei Menschen und verletzte mindestens 30. Sich selbst erschoss der Täter darauf nach Polizeiangaben. Laut Medienberichten gehen die Behörden bisher von einem Anschlag aus.

Laut Polizei gibt es Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher. In dem Kleinlastwagen hat die Polizei ausserdem einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster.

Mutmasslicher Täter ein 48-jähriger Deutscher

Bei dem mutmasslichen Täter soll es sich laut mehreren Medienberichten um einen 48-jährigen Deutschen handeln, der unter psychischen Störungen litt. Er hat sich im Fahrzeug selbst gerichtet. Über das Motiv wird noch immer gerätselt.

Vor dem Universitätsspital stehen am Samstagabend hunderte von Menschen Schlange, um Blut für die vielen Opfer des Anschlags zu spenden.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien.

Wichtige Universitätsstadt

Die Stadt Münster liegt im Norden des nordwestdeutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalens und hat rund 310'000 Einwohner. Sie zählt mit mehr als 50'000 Studenten zu den wichtigsten Universitätsstädten Deutschlands. Zudem haben Gerichte und Verwaltungseinrichtungen des Bundeslandes sowie ein katholischer Bischof dort ihren Sitz.

Mietskasernen oder Wolkenkratzer gibt es in Münsters nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise wiederaufgebauten pittoresken Innenstadt nicht, dafür unzählige Kneipen, Lokale und kulturelle Einrichtungen. Genau dort ereignete sich am Samstag der blutige Zwischenfall.

(sda dpa afp reu bu)

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen in der Innenstadt von Münster. In der deutschen Stadt sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Das teilte die Polizei über Twitter mit. (Bild: Keystone/DPA)

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen in der Innenstadt von Münster. In der deutschen Stadt sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Das teilte die Polizei über Twitter mit. (Bild: Keystone/DPA)

Die Polizei sichert den Tatort im Zentrum von Münster ab, wo der Wagen in eine Menschengruppe hinein fuhr. (Bild: Keystone)

Die Polizei sichert den Tatort im Zentrum von Münster ab, wo der Wagen in eine Menschengruppe hinein fuhr. (Bild: Keystone)