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Tauwetter
Die Menschen in Amsterdam bewegen sich auf gefährlich dünnem Eis

Am Wochenende lockten Amsterdams zugefrorenen Grachten die Menschen aufs Eis. Doch nun taut es. Die dünne Eisschicht gefährdet nicht nur die Schlittschuhläufer, sondern auch das überlastete Gesundheitssystem.

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(chm/smo)

Der Schlittschuhläufer, der nur in Badehose bekleidet im Eis einbricht, mag vielleicht noch lustig anzusehen sein. Vor allem, da ihm nichts passiert ist bei seinem Malheur. Und weil ein Helfer auch gleich zur Stelle war und ihn aus dem Wasser zog.

Doch andernorts in Amsterdam kamen in den letzten Tagen laut Medienberichten ganze Gruppen in Not, die im dünner werdenden Eis eingebrochen sind. Videos zeigen, wie Kinder und deren erwachsene Begleitpersonen von Helfern mittels Seilen oder Hockeystöcken aus dem Wasser gezogen wurden.

Schlittschuhlaufen: eine Gefahr für die ohnehin überlasteten Spitäler

Der niederländische Premierminister Mark Rutte warnte die Bevölkerung vor dem Gang aufs Eis. Denn einerseits kann ein Einbrechen in dicker Winterkleidung ernsthaft gefährlich werden und andererseits sind die Spitäler aufgrund der Coronapandemie ohnehin bereits überlastet.

Das Eis in den Amsterdamer Grachten dürfte weiter schmelzen. Auch in Holland sind am Wochenende Temperaturen von bis zu 16 Grad möglich.