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Die Schlinge zieht sich allmählich zu

Renzo Ruf, Washington

Russland-Affäre Robert Mueller meint es ernst. Der Sonderermittler, eingesetzt vor vier Monaten, um sich Klarheit über die russischen Einmischungsversuche im US-Wahlkampf 2016 zu verschaffen, setzt hochkarätige Figuren im Umfeld von Präsident Donald Trump unter Druck. So soll er Paul Manafort, der im Sommer des vergangenen Jahres kurze Zeit zuständig für die Kampagne des republikanischen Kandidaten war, ausgerichtet haben, dass er bald unter Anklage gestellt werde. Das berichtete gestern die «New York Times».

Damit aber nicht genug: Am Montag hatte CNN bereits gemeldet, dass die Bundespolizei FBI Manaforts Privatgespräche vor und nach der Präsidentenwahl abgehört habe. Dabei seien auch Konversationen aufgenommen worden, die Manafort mit dem heutigen Präsidenten, dessen Beratern wie Roger Stone und mutmasslichen russischen Geheimdienstagenten geführt habe.

Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Manafort wurden 2014 aufgenommen, nachdem sich der Lobbyist und Wahlkampfspezialist vom damaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch hatte einspannen lassen. Janukowitsch wurde im Februar 2014 abgesetzt; er befindet sich seither im Exil in Russland. Manafort soll für seine Arbeit gegen 17 Millionen Dollar verdient haben.

Sonderermittler Mueller soll sich zum einen dafür interessieren, ob Manafort allenfalls Steuern hinterzogen oder Geldwäsche betrieben habe; der 68-Jährige war in eine ganze Reihe auffälliger Immobilientransaktionen verwickelt. Zum anderen will Mueller zusammen mit seinem hochkarätig zusammengesetzten Team herausfinden, ob Manafort allenfalls einen Kontakt mit russischen Geheimdienstkreisen herstellte. In den Augen der US-Spione nahm Moskau Einfluss auf den Ausgang der US-Wahl zu Gunsten von Donald Trump – unter anderem mit Hilfe von Hackerangriffen und «Fake-News». Manafort streitet ab, Teil einer solchen Konspiration gewesen zu sein.

Renzo Ruf, Washington

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