Italien

Dolce Vita und 2000 Euro obendrauf – wer in diese italienische Stadt zieht, kriegt Geld

Die malerische apulische Kleinstadt Candela leidet unter Einwohnerschwund. Ihr Bürgermeister kämpft nun mit unkonventionellen Mitteln gegen das Aussterben seiner italienischen Idylle: Er bietet Neuankömmlingen Geld dafür an, nach Candela zu ziehen.

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Idylle pur, Candela in Apulien.

Idylle pur, Candela in Apulien.

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Farbenfrohe, alte Häuser, schmale Gässchen und wundervolle klimatische Verhältnisse. All das bietet dir die kleine italienische Stadt Candela in Apulien. Da die Stadt jedoch unter Einwohnerschwund leidet, kämpft ihr Bürgermeister nun mit unkonventionellen Mitteln gegen das Aussterben seiner italienischen Idylle. Er bietet Neuankömmlingen Geld dafür an, nach Candela zu ziehen. Das Angebot gilt auch für Ausländer.

Vor wenigen Jahren lebten in der malerischen Kleinstadt noch 8000 Menschen. Die Stadt wurde damals wegen ihres lebhaften Treibens auch als «Klein-Neapel» bezeichnet und diente oft als Kulisse für Traumhochzeiten. Aktuell wohnen nur noch rund 2700 Menschen in der Stadt, die rund 80 Kilometer von Neapel entfernt liegt. Vor allem junge Leute suchen ihr Glück wo anders.

Der Bürgermeister persönlich bezahlt nun Neueinwohnern Geld dafür, dass sie in seine Stadt ziehen, um so dem Einwohnerschwund entgegenzuwirken. «Ich arbeite jeden Tag mit Leidenschaft und Hingabe, um Candela wieder zu alter Pracht zu verhelfen», sagte Nicola Gatta zu CNN. In Candela gebe es dutzende freistehende Häuser mit Panoramaterrassen und reich verzierten Balkonen. Diese würden nur darauf warten, dass neue Menschen einziehen, erzählt der Bürgermeister.

Und so sieht Gattas Finanzierungsmodel aus: Singles bekommen 800 Euro, Paare 1200 Euro. Familien mit mehreren Kindern können so bis zu 2000 Euro bekommen. Natürlich ist der Deal mit Auflagen verbunden. So müssen Neuankömmlinge Einwohner von Candela werden, ein Haus mieten oder kaufen und ein Einkommen von mindestens 7500 Euro im Jahr aufweisen.

Laut Nicola Gatta seien die ersten Familien bereits eingezogen, ausserdem gebe es mehrere offene Bewerbungen. Das Angebot gilt übrigens ausdrücklich auch für Ausländer. (nfr)