Duisburg

«Einfach nur der blanke Horror» – heute jährt sich die Loveparade-Tragödie zum 10. Mal

Vor 10 Jahren ereignete sich das Unglück bei der Loveparade in Duisburg (D). 21 Menschen kamen dabei ums Leben, 541 wurden schwer verletzt. 2017 begann nach langem Hin und Her der Prozess gegen zehn Beschuldigte. Im Mai 2020 wurde das Verfahren gegen sämtliche Beschuldigten ohne Urteil eingestellt.

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Der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks wird auch an diesem Jahrestag gedacht. Zahlreiche Angehörige und Verletzte werden an der Unglücksstelle erwartet, an der später eine Gedenkstätte errichtet wurde.

Es ist der erste Jahrestag nach der endgültigen Einstellung des Strafprozesses Anfang Mai dieses Jahres. Grund für die Einstellung des Prozesses: zu erwartende Einschränkungen wegen der Corona-Krise und die Verjährung Ende Juli.

Eine Frau zündet eine Reihe von Kerzen im Tunnel an. Vor dem 10. Jahrestag der Massenpanik bei der Loveparade, bei der 21 Menschen sterben, findet die «Nacht der 1000 Lichter» statt.
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im stillen Gedenken an die Opfer des Loveparade-Unglücks zünden Menschen Kerzen an der Gedenkstätte und dem Tunnel an der Karl-Lehr-Strasse am Vorabend des Jahrestages an.
Paco und Nuria Zapater, Eltern des spanischen Opfers Clara Zapater am 23. Juli 2020.

Eine Frau zündet eine Reihe von Kerzen im Tunnel an. Vor dem 10. Jahrestag der Massenpanik bei der Loveparade, bei der 21 Menschen sterben, findet die «Nacht der 1000 Lichter» statt.

Keystone

Einige Überlebende leiden noch heute unter den Folgen. Mindestens sechs Personen haben sich seither wegen ihres Traumas das Leben genommen.

Infolge der Katastrophe von 2010 ist die seit 1989 bestehende Technoparade nie mehr durchgeführt worden. (SDA/DPA)