Erschütterndes Zeugnis aus Konzentrationslagern

Es gibt nur einen Menschen, der in den brutalen Straflagern Nordkoreas zur Welt kam und von dort fliehen konnte. Nun erzählt er seine Geschichte.

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Heute kann er in Freiheit leben - doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los: Shin Dong-hyuk. (Bild: ZVG)

Heute kann er in Freiheit leben - doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los: Shin Dong-hyuk. (Bild: ZVG)

Er ist im Straflager geboren und kannte bis zu seinem 23. Lebensjahr weder Liebe, Freundlichkeit noch Menschlichkeit. Nun erzählt der heute 30-jährige Shin Dong-hyuk im exklusiven Interview von seinen traumatischen Erlebnissen. Und warum er trotz Folter keinen Augenblick an Selbstmord dachte. Unsere Zeitung hat Shin in Oslo getroffen und mit ihm gesprochen.

Von klein auf tut er alles, um zu überleben, so muss er auch der Hinrichtung seiner Mutter und seines Bruders beiwohnen. In der Lagerschule lernt der Junge rechnen und rudimentär schreiben. Was er nie zu hören bekommt, ist, dass es eine Welt ausserhalb des Stacheldrahtes gibt. Erst als ein Mithäftling unter Todesgefahr von Freiheit und geröstetem Fleisch erzählt, wächst der Wunsch zu fliehen. Doch die Flucht hat einen hohen Preis: Shin lässt seinen Vater zurück. Die Lagerregeln besagen, dass Fluchtversuche mit dem Tod bestraft werden. Da Sippenhaft gilt, kommt Shins Flucht für seinen Vater einem Todesurteil gleich.

Nun berichtet auch ein neues Buch über Shins Erlebnisse: «Flucht aus Lager 14» heisst es. Autor des Buches ist der amerikanische Journalist Blaine Harden. In langen Gesprächen hat er einen Einblick in Shin Dong-hyuks Leben erhalten, das Abscheulichkeiten und Ungerechtigkeit offenbart.

Léa Wertheimer

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