Erste Runde geht an Hollande

In Frankreich hat der Sozialist François Hollande Hochrechnungen zufolge die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen. Der schärfste Herausforderer von Amtsinhaber Nicolas Sarkozy komme auf 28,4 Prozent der Stimmen, Sarkozy auf 25,5 Prozent.

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Herausforderer Nummer 1: Sozialist François Hollande hat gute Chancen, der neue Präsident Frankreichs zu werden. (Bild: Keystone)

Herausforderer Nummer 1: Sozialist François Hollande hat gute Chancen, der neue Präsident Frankreichs zu werden. (Bild: Keystone)

Dies berichtete das Umfrageinstitut Ipsos am Sonntagabend. Andere Hochrechnungen sahen Hollande zwischen 28,4 und 29,3 Prozent und Sarkozy zwischen 25,5 und 27 Prozent.

Auf Rang drei folge Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National mit 18,2 bis 20 Prozent, hiess es weiter. Der Trend würde die Umfrageergebnisse der vergangenen Wochen bestätigen.

Kommt keiner der insgesamt zehn angetretenen Kandidaten in der ersten Runde über die Marke von 50 Prozent, muss eine Stichwahl unter den beiden Erstplatzierten am 6. Mai entscheiden. Auch dafür liegt Hollande Umfragen zufolge vorn.

Dominierendes Wahlkampfthemen waren die Konsolidierung der Staatsfinanzen und die Schuldenkrise in der Euro-Zone. Hollande hat angekündigt, den EU-Fiskalpakt bei einem Wahlsieg nachverhandeln zu wollen. Sarkozy hat wie auch Hollande eine stärkere Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Schuldenkrise gefordert. (sda)