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Es braucht Geduld

Christoph Reichmuth über den Anschlag gegen den Team-Bus von Borussia Dortmund.
Christoph Reichmuth, Berlin
Christoph Reichmuth (Bild: Rudi-Renoir Appoldt, info@rrenoi)

Christoph Reichmuth (Bild: Rudi-Renoir Appoldt, info@rrenoi)

Nach dem Anschlag gegen den Team-Bus von Borussia Dortmund ist vieles, ja noch fast alles unklar. Die Täter, die Motive, die Hintergründe. Eines der Bekennerschreiben deutet auf einen islamistischen Hintergrund hin. Zwei junge Männer aus der Islamistenszene gerieten schon rasch ins Visier der Behörden. Experten aber bezweifeln die Echtheit des Schreibens. Der Brief ist atypisch für das Agieren der Terrormiliz IS, es fehlen in dem Schreiben auch entsprechende Symbole.

Die Unklarheit ist Nährboden für Spekulationen. Wie gefährlich Spekulationen und das Verbreiten falscher Wahrheiten sind, ist hinlänglich bekannt. Die Medien in Deutschland haben aus dem Amoklauf von München im letzten Sommer ihre Lehren gezogen. Damals wurde vorschnell von islamistischem Terror gesprochen – am Ende war es die Tat eines verzweifelten Deutschen. Heute halten sich seriöse Medien mit Vermutungen zurück, unterscheiden zwischen Rubriken «Was wir wissen» und «Was wir nicht wissen».

Die digitalisierte Welt verlangt stets und in hohem Tempo nach Informationen. Doch manchmal muss man sich mit wenig begnügen. Die Tat – von wem auch immer – war hinterhältig. Das ist Fakt.

Christoph Reichmuth, Berlin

christoph.reichmuth@luzernerzeitung.ch

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