EURO 2016: Guten Tag, Island!

Island und seine Überraschungs-Kicker sind in aller Munde. Tagblatt-Redaktorin Marion Loher ist derzeit auf der Vulkaninsel. Sie berichtet in den nächsten Tagen über ihre Erfahrungen in Island und die Euphorie rund um die Nationalmannschaft.

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Unsere Redaktorin Marion Loher ist für uns  in Island. (Bild: Marion Loher)

Unsere Redaktorin Marion Loher ist für uns in Island. (Bild: Marion Loher)

«Gódan daginn, Island» – was so viel wie «Guten Tag, Island» heisst. Obwohl: Tag ist es eigentlich schon seit der Ankunft in Islands Hauptstadt Reykjavik gestern am frühen Abend. Keine Spur von einer stockdunklen Nacht, wie wir sie bei uns kennen. Nur etwas düster wurde es, aber so richtig dunkel war es nicht. Irgendwie schien es so, als wüsste die Sonne, die sich zwar  mehrheitlich hinter den Wolken versteckte, nicht richtig, was sie wollte.


Die Bewohner der Vulkaninsel im Nordatlantik allerdings wissen ganz genau, was sie wollen. Und zwar einen Sieg ihrer Mannschaft am Sonntag im EM-Viertelfinal gegen Gastgeber Frankreich. Das Selbstvertrauen ist da. Sowohl auf der Insel als auch in Frankreich. «Wir sind Wikinger, wir haben vor niemandem Angst», sagte Innenverteidiger Ragnar Sigurdsson nach dem Sensationssieg gegen England. «Jetzt können wir auch Frankreich schlagen.»

Die Euphorie in Island ist gross, die Unterstützung auch. Und sie fängt bereits im Flugzeug an. Auf dem Flug von Zürich nach Reykjavik werden nebst einem französischen Sandwich im Island-Style ein blau-weiss-roter Schal, eine Sonnenbrille in den isländischen Farben sowie die Flagge der Insel zum Kauf angeboten. Letztere könne gar vielseitig verwendet werden, wird angepriesen. Als Wickel-Shirt oder als Decke - oder einfach nur, um die Tränen des Glücks zu trocknen.

Geht es nach den Isländern, sollen am Sonntag wieder viele Glückstränen getrocknet werden.

Marion Loher