Video

«Achterbahn fahren nur mit Schutzmaske»: So startet der Europapark in die neue Saison

Der Europapark startet am Freitag in die Sommersaison - wegen Corona aber mit angezogener Handbremse. Besucherzahlen werden begrenzt, in den Attraktionen bleiben Plätze und Sitzreihen unbesetzt. Besucher müssen sich umstellen.

Drucken
Teilen

(dpa/lsw) Zwei Monate später als ursprünglich geplant starten die grossen Freizeitparks im Südwesten die Sommersaison. Die tägliche Besucherzahl werde zum Schutz vor dem Coronavirus begrenzt, sagten Sprecher der Vergnügungsparks am Dienstag. Zudem gebe es Hygiene- und Abstandsregeln. Diese werden von den Gesundheitsämtern überwacht. Eintrittskarten müssten, anders als sonst, vorab online reserviert werden. So könnten die Parks Besucherströme besser lenken. In den Attraktionen werden Schutzmasken Pflicht sein, teilte der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen mit. Zudem müssten dort Plätze und Sitzreihen frei bleiben, um Abstand zu ermöglichen.

Für Schweizer erst ab dem 15. Juni offen

Am Freitag starten unter anderem der Europa-Park in Rust bei Freiburg. Am Samstag folgt in der Nähe von Ulm das Legoland in Günzburg (Bayern). Die meisten Vergnügungsparks hatten die Saisoneröffnung zunächst für Ende März geplant. Wegen der Corona-Krise hatten sie bislang aber nicht öffnen dürfen. Schweizer müssen sich mit einem Besuch des Europaparks noch gedulden, die Einreise nach Deutschland ist erst ab dem 15. Juni möglich.

Deutschlands grösster Freizeitpark, der Europa-Park, begrenzt die tägliche Besucherzahl auf 10'000, wie Inhaber Roland Mack am Dienstag sagte. Dies seien rund 20 Prozent der sonst im Sommer üblichen höchsten Besucherzahl. Shows und Kinovorführungen sowie Grossveranstaltungen werde es zunächst nicht gegen. Corona bringe mehr Kosten und weniger Einnahmen. Mit einem Gewinn rechne das Unternehmen in dieser Saison nicht. Rund 4500 der insgesamt 5000 Mitarbeiter seien in Kurzarbeit, den Umsatzverlust seit März bezifferte Mack auf 100 Millionen Euro. Der Europa-Park ist dieses Jahr 45 Jahre alt.

Das Infektionsrisiko im Freien sei vergleichsweise gering, sagte der für den Europa-Park zuständige Landrat des Ortenaukreises, Frank Scherer (parteilos). Der Europa-Park sei 113 Fussballfelder gross. Dies garantiere, dass Menschen bei begrenzter Besucherzahl auf Abstand bleiben können. Die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt «Rulantica» müsse wegen des Coronavirus dagegen vorerst geschlossen bleiben.

Mehr zum Thema