Japan
Ex-Direktor des AKW Fukushima stirbt an Krebs

Der frühere Direktor des Atomkraftwerks Fukushima ist tot. Dass Masao Yoshida an Speiseröhrenkrebs gestorben ist, soll aber keinen Zusammenhang mit der AKW-Katastrophe haben.

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Masao Yoshida

Masao Yoshida

Keystone

Masao Yoshida koordinierte nach dem Erdbeben und dem Tsunami die Aufräumarbeiten und Reparaturen in den Reaktoren. Dafür wurde er in den Medien als «Held von Fukushima» bezeichnet. Jetzt ist der Ex-Direktor tot, wie «20 Minuten» unter Berufung auf japanische Medien schreibt.

Beim 57-Jährigen wurde die Krankheit bereits Ende 2011 diagnostiziert - acht Monate nach der Katastrophe. Die Betreiberfirma Tepco wies und weist auch jetzt noch jegliche Schuld von sich. Sie will keinen Zusammenhang mit der Atomkatastrophe sehen.

Yoshida ist der zweite prominente Krebsfall. Der japanische Fernsehmoderator Norikazu Otsuka hat, kurz bevor Yoshida Diagnose an die Öffentlichkeit geriet, bekannt gegeben, an lymphatischer Leukämie erkrankt zu sein. Otsuka hatte demonstrativ Lebensmittel aus der verstrahlten Zone gegessen. (ldu)