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FRANKREICH: Attentäter von Nizza war wegen Gewalttaten polizeibekannt

Nach dem Anschlag von Nizza mit mindestens 84 Toten sind die Motive des Täters noch unklar, die Polizei fahndet nach möglichen Komplizen oder Hintermännern. Der Attentäter und der Ablauf der Tat sind aber bekannt.
Spurensicherung der Polizei am Freitagmorgen in Nizza (Bild: AP / François Mori)

Spurensicherung der Polizei am Freitagmorgen in Nizza (Bild: AP / François Mori)

Wer war der Täter?

Als Täter wurde ein Franko-Tunesier mit Wohnsitz in Nizza identifiziert. Die Papiere des 31-jährigen Mohamed Lahouaiej-Bouhlel wurden in dem Lkw gefunden, mit dem er dutzende Menschen überfuhr. Der Mann ist nach Angaben aus Polizeikreisen bisher nicht als Islamist aufgefallen. Er war der Polizei aber wegen anderer Vergehen bekannt, vor allem wegen Gewalttaten. Seine Wohnung in einem Vorort von Nizza wurde von den Ermittlern durchsucht.

Wie ging der Täter vor?

Mit äusserster Brutalität. Er lenkte den Lastwagen in eine Menschenmenge, die am Donnerstagabend nach dem traditionellen Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag auf dem Strandboulevard Promenade des Anglais versammelt war. Er fuhr eine Strecke von insgesamt zwei Kilometern. Dabei wechselte er nach Angaben aus Polizeikreisen die Richtung. Das deute darauf hin, dass er möglichst viele Menschen habe töten wollen, heisst es. Der Täter feuerte zudem mit einer Pistole mehrere Schüsse ab, bevor er selbst von der Polizei getötet wurde.

Hatte der Mann Komplizen?

Der Franko-Tunesier war allein in dem Lastwagen. Nach Angaben des französischen Innenministeriums suchen die Ermittler aber unter Hochdruck nach möglichen Hintermännern der Tat. In Nizza und anderen Städten gab es deshalb Polizeieinsätze.

Was befand sich noch in dem Lastwagen?

In dem Lkw wurden eine nicht funktionsfähige Handgranate und Waffenattrappen gefunden. Regionalpräsident Christian Estrosi hatte zunächst gesagt, der Täter habe schwere Waffen bei sich gehabt. Der Lastwagen - ein weisser 19-Tonnen-Lastwagen - war vor einigen Tagen in der südwestfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur angemietet worden, in der auch Nizza liegt.

Wer steckt hinter der Tat?

Bisher gibt es kein Bekennerschreiben. Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist unklar. Es wurden keine Flaggen oder Symbole des Islamischen Staats oder einer anderen Organisation gefunden. Auf Twitter finden sich Berichte, nach denen der Täter angeblich «Allahu akbar» (Allah ist der Grösste) gerufen haben soll. Dafür gibt es aber keine Bestätigung.

Gehen die Behörden von der Tat islamistischer Terroristen aus?

Dafür gibt es Hinweise. Der französische Präsident François Hollande sagte in seiner Fernsehansprache, der «terroristische Charakter» der Bluttat können nicht bestritten werden. Und er fügte hinzu: «Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht.» Er spielte damit auch auf die früheren Attentate in Frankreich an. Zu den Anschlägen vom November in Paris hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt, zu dem auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» im Januar 2015 in Paris Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap). Im Fall Nizza wurde die Antiterroreinheit der Staatsanwaltschaft in Paris mit der Leitung der Ermittlungen betraut.

Wer sind die Opfer?

Bei dem Anschlag wurden mindestens 84 Menschen getötet, unter ihnen mehrere Kinder. 188 Verletzte wurden von Gesundheitseinrichtungen versorgt worden. 48 von ihnen schwebten am Freitag nach Angaben einer Abteilung des Pariser Gesundheitsministeriums in Lebensgefahr, davon lagen 25 auf der Intensivstation. Unter den Toten sind mehrere Ausländer, darunter auch eine Frau und ein Kind aus der Schweiz..

Vier Personen trauern in Nizza. (Bild: AP / Francois Mori)
Fahrer der Tour de France legen bei der Siegerehrung Blumen nieder. (Bild: AP / Christophe Ena)
Balljungen gedenken in Gstaad den Opfer. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Eltern von Opfern umarmen sich. (Bild: AP/Luca Bruno)
Eine Frau sucht am Ort des Attentats nach ihrem Sohn. (Bild: AP/Luca Bruno)
Blumenschmuck am Ort des Attentats in Nizza. (Bild: AP/Luca Bruno)
Blumenschmuck am Ort des Attentats in Nizza. (Bild: AP/Luca Bruno)
Eine Rose am Ort des Attentats in Nizza. (Bild: AP/Francois Mori)
Die Fahne beim Elysee-palast steht auf Halbmast. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Die Fahne beim Elysee-palast steht auf Halbmast. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Eine Mitarbeiterin des Elysee-Palastes setzt die Fahnen auf halbmast. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Frankreichs Präsident verlässt den Elysee-Palast. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
In Sydney zünden Menschen Kerzen zum Gedenken an die Opfer an. (Bild: Rob Griffith)
Trauernde Menschen in Sydney. (Bild: Rob Griffith)
Trauernde Menschen in Sydney. (Bild: Rob Griffith)
Trauernde Menschen in Sydney. (Bild: AP/Rob Griffith)
Trauer bei Studenten der DAV Schule im indischen Amritsar. (Bild: EPA/Raminder Pal Singh)
Studenten der DAV Schule im indischen Amritsar zünden Kerzen an. (Bild: EPA/Raminder Pal Singh)
Trauerminute beim Gipfeltreffen der Staatschef beim Asia-Europe Meeting (ASEM) in Ulaanbaatar, Mongolei. (Bild: AP/Damir Sagolj)
Trauerminute im Spiel der U-19 Europameisterschaft in Ulm zwischen den Niederlanden und England. (Bild: EPA/Marijan Murat)
Trauer beim spanischen Daviscup-Team vor dem Spiel gegen Rumänien in Klausenburg: (von links) Captain Conchita Martinez, Roberto Bautista Agut, Feliciano Lopez, Pablo Carreno Busta und Marc Lopez. (Bild: EPA/Robert Ghement)
Bei der französischen Botschaft in Bern stehen die Flaggen auf Halbmast. (Bild: Keystone/Thomas HodelL)
Die Flaggen bei der französischen Botschaft in Neu Dehli stehen auf Halbmast. (Bild: EPA/STR)
Die Flaggen bei der französischen Botschaft in Berlin stehen auf Halbmast. (Bild: EPA/Sören Stache)
Blumen bei der französischen Botschaft in Berlin. (Bild: EPA/Sören Stache)
Beim deutschen Aussenministerium in Berlin stehen die Flaggen auf Halbmast. (Bild: EPA/Klaus-Dietmar Gabbert)
In Sydney wird bei der Harbour Bridge die französische Flaggen gehisst. (Bild: EPA/Dan Himbrechts)
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Die Welt trauert um die Opfer von Nizza

Die Spurensicherung bei der Arbeit. (Bild: Claude Paris)
Noch bevor der LKW-Fahrer zu seiner Amok-Fahrt aufbrach, versuchten Polizisten, den Mann vom Gelände zu bringen. Autos waren auf der Festmeile verboten. (Bild: NADER EL SHAFEI (AP))
An dieser Stelle ist das Unglück passiert. Mehr als einen Kilometer ist der LKW auf dem Trottoir gefahren und hat dabei mindestens 80 Menschen, die das Feuerwerk am Nationalfeiertag anschauen wollten, getötet. (Bild: AP Photo / Luca Bruno)
Dieser Videoausschnitt zeigt in Panik geratende Menschen nach der Attacke durch den LKW.
Dutzende Ambulanzwagen waren eingetroffen, um die Verletzten zu versorgen und die Toten abzutransportieren. (Bild: Claude Paris)
Polizisten stehen vor dem Unglück bringenden LKW. (Bild: FRANCK FERNANDES)
Die Spurensicherung hatte alle Hände voll zu tun. (Bild: Claude Paris)
An der Promenade Des Anglais wurden Zäune aufgestellt, um die Unglücksstelle abzuriegeln. (Bild: AP Photo / Luca Bruno)
Die Strasse wurde von Polizisten abgeriegelt. (Bild: Claude Paris)
Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve (Mitte) spricht nach der Attacke zu den Medien. (Bild: OLIVIER ANRIGO)
Verwundete wurden vom Ort des Unglücks evakuiert und von der Ambulanz versorgt. (Bild: OLIVIER ANRIGO)
Dieser Nationalfeiertag ist ein trauriger. Rettungskräfte bringen eine verwundete Frau in den Ambulanzwagen. (Bild: OLIVIER ANRIGO)
Fassungslosigkeit in Frankreich: Ein junger Mann steht am Rande des Tatortes und kann nicht glauben, was geschehen ist. (Bild: AP Photo / Luca Bruno)
Auch am frühen Morgen wird der Tatort noch durch die französische Polizei bewacht. (Bild: AP Photo / Luca Bruno)
Der todbringende LKW am Tag nach dem Attentat an der Strandpromenade von Nizza. (Bild: OLIVIER ANRIGO)
15 Bilder

Anschlag in Nizza fordert über 80 Tote

sda/afp

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