Terrorismus
Franzose landet auf Terrorliste: Er soll die Anschläge von Paris und Brüssel mitgesteuert haben

Die USA haben einen Franzosen auf ihre Terrorliste gesetzt, der ein Hintermann der Anschläge von Paris und Brüssel gewesen sein soll. Abdelilah Himich, bekannt als Abu Sulajman al-Faransi, sei ein hochrangiges Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Berichten zufolge an der Planung der Attentate in Paris und Brüssel beteiligt gewesen, hiess es am Dienstag vom Aussenministerium.

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Alleine bei den Anschlägen auf einen Nachtclub in Paris starben 130 Menschen. (Archivbild)

Alleine bei den Anschlägen auf einen Nachtclub in Paris starben 130 Menschen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA

Laut einem Bericht von ProPublica haben US-Geheimdienstler Himich als führenden Kopf der Anschläge identifiziert. Er wurde in Marokko geboren, wuchs aber in Frankreich auf und diente dem Bericht zufolge zwei Jahre in der französischen Fremdenlegion, für die er in Afghanistan im Einsatz war.

Seine militärische Erfahrung und seine Kenntnisse über Frankreich hätten ihn zu einer der Schlüsselfiguren des IS gemacht, heisst es in dem Artikel. Nach Angaben der US-Regierung soll sich Himich in der nordsyrischen Stadt Al-Bab aufhalten.

Wie vor kurzem bekannt geworden war, verdächtigen Anti-Terror-Ermittler zudem einen 32 Jahre alten Belgier mit dem Kampfnamen Abu Ahmad, die Anschläge von Syrien aus gesteuert zu haben.

Am 13. November 2015 hatten drei IS-Terrorkommandos in Paris insgesamt 130 Menschen ermordet.

Terroranschläge auf den Pariser Nachtclub «Bataclan» im November 2015:

Das «Bataclan» wird am Freitag, 13. November 2015, zum Sinnbild für einen der schlimmsten Terrorangriffe in der Geschichte Frankreichs.
27 Bilder
Während des Freundschaftsspiels Frankreich-Deutschland hört man im Stadion mehrere Explosionen, die sich unmittelbar vor dem Stadion ereignet haben müssen.
Keine Panik, aber Aufregung nach dem Spiel: Die Nachrichten über die Attentate dringen langsam durch.
Die Polizei sperrt das Gebiet vor dem Stadion grossräumig ab.
21.20 Uhr: Vor dem Café Le Carillon eröffnet ein Attentäter das Feuer.
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Innert kurzer Zeit sind erste Helfer vor Ort.
Paris im Ausnahmezustand, hunderte Polizisten stehen im Einsatz.
Im Bataclan richten weitere Attentäter während des Konzerts der Band Eagles of Death Metal ein Blutbad an, Dutzende Fans sterben.
Der damalige Präsident Hollande informiert sich im Stadion über die Ereignisse in der Stadt und wird in Sicherheit gebracht.
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Ausnahmezustand in Paris: Über 150 Tote bei Attentaten.
Blutbad im Bataclan in Paris
Bataclan: Konzertbesucher fliehen durch die Hintertür.
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Forensiker sichern Spuren im Café Comptoir in Paris.
Trauer in Paris.
Ein Polizist steht Wache beim Eiffelturm in Paris. Nach den Attentaten ist es zu ersten Festnahmen gekommen: Der Vater und Bruder eines getöteten Angreifers sind in Gewahrsam.
Blumen und Kerzen vor dem Club Bataclan in Paris.

Das «Bataclan» wird am Freitag, 13. November 2015, zum Sinnbild für einen der schlimmsten Terrorangriffe in der Geschichte Frankreichs.

Keystone

Dreieinhalb Monate später verübten Islamisten in Brüssel einen Doppelanschlag am Flughafen und in der U-Bahn und töteten 32 Menschen. Die Ermittlungen ergaben Verbindungen zwischen den Attentätern von Paris und Brüssel.