Libyen
Gaddafi droht: «Der Kampf wird bis in Jenseits getragen»

Der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi gibt nicht auf. Mit kämpferischen Parolen hat sich der Machthaber an die Bevölkerung seines Landes und an den Westen gewandt.

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Gaddafi: Der Diktator will offenabr nicht aufgeben (Archiv)

Gaddafi: Der Diktator will offenabr nicht aufgeben (Archiv)

Keystone

«Wir werden widerstehen, und der Kampf wird bis ins Jenseits getragen, bis ihr ausgelöscht seid», sagte Gaddafi in einer in der Nacht zum Donnerstag im libyschen Fernsehen übertragenen Audiobotschaft. «Wir stehen mit dem Rücken zur Wand», der Westen aber könne zurückweichen. «Wir haben keine Angst. Wir versuchen nicht zu leben oder zu fliehen.»

In seiner Ansprache würdigte Gaddafi seinen alten Kampfgefährten Chuildi Hemidi. Die NATO hatte nach libyschen Angaben am Montag die Residenz des Mitglieds des Kommandorats der Revolution von 1969 in der 70 Kilometer westlich von Tripolis gelegenen Stadt Sorman attackiert und dabei 15 Menschen getötet, darunter drei Kinder.

Die NATO sprach von einem «Präzisionsangriff» auf ein wichtiges Kommando- und Kontrollzentrum.

«Es gibt keine Übereinkunft mehr nachdem ihr unsere Kinder und Enkel getötet habt», sagte Gaddafi in der Audiobotschaft. Für die vierjährige Enkelin Hemidis, Chaleda, die laut libyschen Angaben bei dem Angriff getötet wurde, wolle er das «höchste Monument Nordafrikas» bauen.

Die NATO habe Hemidis töten wollen, weil er ein Held sei. Das Militärbündnis habe viermal dessen Büro in Tripolis bombardiert und dann sein Wohnhaus attackiert, sagte Gaddafi.