Kachelmann-Prozess
Gerichtsreporterin: "Richter haben etwas gegen Kachelmann"

Die drei Mannheimer Richter im Fall Kachelmann sind darauf aus, den TV-Meteorologen zu verurteilen. Dieser Ansicht ist die "Spiegel"-Gerichtsrepoterin Gisela Friedrichsen, wie sie der Zeitung "Der Sonntag" sagte.

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Kachelmann: 3. Prozesstag
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Kachelmann: 3. Prozesstag

Keystone

Es sein in der Tat auffallend, sagt die renommierte "Spiegel"-Gerichtsrepoterin Gisela Friedrichsen: "Wenn das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft jeweils ohne lange Diskussion stattgegeben wird, bei der Verteidigung aber selbst die massvollsten Anträge abgewiesen werden, erweckt das zwangsläufig beim Angeklagten den Eindruck, die Richter hätten etwas gegen ihn."

Das Gericht hat unterdessen bereits mehrere Anträge von Kachelmanns Star-Verteidiger Reinhard Birkenstock abgelehnt. Jetzt hat Birkenstock einen Befangenheitsantrag gleich gegen die ganze Kammer gestellt. Dass er sich damit beim Gericht nicht beliebt mache, habe mit dem deutschen Prozessrecht zu tun, so der Zürcher Strafrechtsprofessor Martin Killias in dem Zeitungsbericht: "Die Verteidigung muss diese Anträge jetzt stellen. Was jetzt nicht gerügt wird, kann in einem allfälligen Verfahren vor einer höheren Instanz unter Umständen nicht mehr oder nicht mehr ohne Nachteile ins Feld geführt werden."