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Gescheiterte Flucht aus dem goldenen Käfig: Prinzessin von Dubai verschwunden

Die Tochter des Herrschers von Dubai, Latifa al Maktoum, wollte ein neues Leben beginnen. Seit der gescheiterten Flucht wurde sie nicht mehr gesehen.
Michael Wrase, Limassol
Prinzessin Latifa al Maktoum (rechts) erhob in einem im Internet veröffentlichten Video, schwere Vorwürfen gegen ihren Vater Scheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum. (Bild: Screenshot)

Prinzessin Latifa al Maktoum (rechts) erhob in einem im Internet veröffentlichten Video, schwere Vorwürfen gegen ihren Vater Scheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum. (Bild: Screenshot)

«Ich möchte ein neues Leben beginnen, in dem ich nicht mehr zum Schweigen gebracht werde», versucht Latifa Bint Mohammed al Maktoum in einem Video die Gründe für ihre Flucht zu erklären. Ihren Vater, den Herrscher des Emirates Dubai, beschreibt die 32 Jahre alte Sheikha darin als «das Böse in Person». Er sei «einfach nur ­widerlich», habe «nichts Gutes an sich», behauptet Latifa von einem Mann, der sich seit Jahrzehnten als einen «toleranten Visionär» und «Brückenbauer» feiern lässt.

Als das Video am 11. März in diesem Jahr an die Öffentlichkeit gelangte, war die Flucht der Prinzessin aus Dubai vermutlich schon gescheitert. Spezialeinheiten der Vereinigten Arabischen Emirate und Indiens hatten vor der Küste von Goa die Motoryacht Nostromo, auf der sich ­Latifa zusammen mit einer finnischen Freundin und dem ehe­maligen französischen Geheimdienstagenten Hervé Jaubert befand, gestürmt und anschliessend zurück nach Dubai gebracht.

Ob Latifa noch am Leben ist, bleibt ungewiss

Prinzessin Latifa wurde seither nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. «Ob sie noch am Leben ist, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden», betont Jaubert in einer 60-minütigen BBC-Dokumentation über «das Rätsel der verschwundenen Prinzessin», die am Dienstag letzter ­Woche ausgestrahlt worden ist. Der Franzose hatte die spektakuläre Flucht von Latifa, die über Oman in den indischen Ozean führte, federführend vorbereitet. Latifa ist am Mittwoch vergangener Woche 33 Jahre alt geworden. Ihre Familie freue sich darauf, den Geburtstag mir ihr gemeinsam in «Ruhe und Frieden zu feiern», heisst es in einer offiziellen Verlautbarung des Herrscherhauses von Dubai, in der «mit grösster Betrübnis» die anhaltenden Medienspekulationen über «ihre Hoheit Sheika Latifa» angeprangert werden. Sie befinde sich in «Dubai in Sicherheit».

Warum die Tochter von Scheich Mohammed vor der Küste Indiens verhaftet und zurück in ihre Heimat verschleppt worden ist, wollte das Herrscherhaus von Dubai bisher nicht erklären.

Auch eine entsprechende Antwort auf die Frage, warum Latifa in den letzten neun Monaten nicht ein einziges Mal mit ihren besten Freunden kommunizieren durfte, stehe noch aus, mahnen die Anwälte der prominenten Prinzessin. Sie kommen in der BBC-Dokumentation zu der Annahme, dass Latifa «gegen ihren Willen» in einen der Paläste von Scheich Mohammed gefangen gehalten werde. Eine andere Schlussfolgerung lasse das Verhalten der Herrscherfamilie des Emirates am Persischen Golf nicht zu.

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