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Gian Simmen: «Meine Jüngsten fahren Ski»

Gian Simmen gewann 1998 als erster Snowboarder in der Halfpipe Olympia-Gold. 2001 und 2002 wurde er Weltmeister in derselben Disziplin. 2013 trat Simmen vom Leistungssport zurück. Derzeit ist der 41-Jährige unter anderem als Snowboard-Experte für das Schweizer Fernsehen tätig. Den Rückgang seiner Sportart nimmt der 41-jährige Bündner gelassen.
Interview: Pascal Ritter
Snowboard-Olympiasieger und SRF-Experte Gian Simmen. (Bild: Keystone)

Snowboard-Olympiasieger und SRF-Experte Gian Simmen. (Bild: Keystone)

Gian Simmen, Sie betreuen in ­Grindelwald den Fun Park. Gibt es dort mehr Skifahrer oder mehr Snowboarder?

Snowboarder und Skifahrer halten sich die Waage. Im Anfänger-Park hat es manchmal mehr Skifahrer. Wenn aber gerade ein Team trainiert, gibt es mehr Snowboarder. In der Halfpipe und im Pro Park steht es jeweils bei etwa 50:50.

Sie haben vier Söhne. Fahren diese lieber Ski oder Snowboard?

Die Kleinen, fünf und drei Jahre alt, fahren Ski, die Älteren, acht und zehn Jahre alt, fahren beides. Ich finde Skifahren ist im Kleinkindesalter ein guter Einstieg in den Wintersport, um die Geschwindigkeit kennen zu lernen, das Gleichgewicht zu schulen und erste Erfahrungen mit den verschieden Schneebeschaffenheiten zu machen. Das hilft danach auch beim Erlernen des Snowboardfahrens.

Wie sind Sie zum Snowboarden gekommen?

Ich habe immer in einem Skigebiet gewohnt. Mit zwei oder drei Jahren stand ich zum ersten Mal auf dem Ski, mit acht Jahren zum letzten Mal. Ich hatte nie Freude daran. Als meine Familie von Lenzerheide nach Davos zog, begann ich dort völlig talentlos Eishockey zu spielen. Über die Nachbarsbuben entdeckte ich dann das Skateboardfahren. Als in den Zeitungen und in der «Tagesschau» über das Snowboarden berichtet wurde, wusste ich: Das will ich auch machen. Ich habe mir schliesslich auf den zwölften Geburtstag ein Snowboard gewünscht, was ich dann auch bekam. Und weil mein Geburtstag im Februar ist, konnte ich sofort loslegen.

Gab es damals schon Snowboard­lehrer?

Ja, 1989 gab es schon eine Snowboardschule in Davos, in dieser lernte ich dann in einem einwöchigen Kurs das Snowboarden.

Plötzlich wollten alle Snowboarden. Wie erlebten Sie den Hype?

Es war mir egal was die anderen machten. Ich hatte das Snowboarden für mich entdeckt. Generell sollen die Leute raus in den Schnee, das ist das Wichtigste. Ob Snowboarden, Schlitteln oder Iglus bauen, das spielt doch keine Rolle.

Hat das Snowboarden eine Zukunft?

Viele Kinder fahren wieder Snowboard. Und der Halfepipe-Final ist immer noch der meistgeschaute Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen. Das Interesse am Sport ist also noch da. Das Snowboard wird nicht verschwinden. Trends kommen und gehen. Es ist wie bei den Hochwasserhosen. Die kamen auch plötzlich wieder in Mode. Heute ist wichtig, dass die Leute wieder in die Berge gehen. Der Untersatz spielt keine Rolle, Hauptsache, sie haben ein unvergessliches Erlebnis im Schnee.

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