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Kommentar

Durchbruch in Nordkorea: Höhepunkt der Gipfel-Diplomatie

Nach vorsichtigem Abtasten ist dem interkoreanischen Spitzentreffen in Pjöngjang am zweiten Tag ein Durchbruch gelungen. Die Aussicht auf nukleare Abrüstung, auf gesicherten Frieden, ja sogar auf eine spätere Wiedervereinigung der geteilten Halbinsel war noch nie so gross wie jetzt. Eine deutliche Botschaft an US-Präsident Donald Trump – diese Chance muss schnellstens beim Schopf gepackt werden.
Angela Köhler, Tokio
Auslandkorrespondentin Angela Köhler.

Auslandkorrespondentin Angela Köhler.

Südkoreas Staatschef Moon Jae In hat es kurz und trocken auf den Punkt gebracht: «Das kriegsfreie Korea beginnt heute.» Nordkoreas propagandaerprobter Machthaber Kim Jong Un sprach etwas blumiger davon, dass «nun die Ernte eingefahren wird». Im Grunde aber meinen beide Staatsführer dasselbe. Erstmals seit dem Koreakrieg vor mehr als sechs Dekaden stimmen Norden und Süden darüber ein, dass Drohungen und nukleare Waffen aus der politischen Landschaft eliminiert werden müssen.

Selbst wenn die Schritte zu diesem hehren Ziel holprig sein können, wenn es Rückschläge geben kann – der Prozess ist eingeleitet und kaum noch rückgängig zu machen. Allerdings wäre es auch zu optimistisch, von einem Automatismus auszugehen. An einige Zugeständnisse wie die Schliessung von nuklearen und ballistischen Testanlagen knüpft Nordkoreas Machthaber bislang keine Bedingungen. Für die vollständige Abschaffung seines Atomarsenals verlangt er jedoch klare Gegenleistungen. Ein Friedensvertrag mit den USA und eine Sicherheitsgarantie Washingtons könnten das vielleicht leisten.

Jetzt ist das Weisse Haus am Zug. «Sehr aufregend» twitterte Trump. Das wird nicht reichen. Es ist Zeit für einen verbindlichen Deal. Ein zweites Treffen mit Kim ist schon geplant. Aber wie wäre es, wenn dieser Gipfel in Washington stattfinden könnte? Kim wäre dann auf dem politischen Olymp. Und Trump hätte ein Heimspiel unter den Augen der Weltöffentlichkeit. Mehr Verbindlichkeit geht nicht.

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