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Griechen finden immer noch Waldbrandopfer

In den Waldbrand-Gebieten nahe der griechischen Hauptstadt Athen haben Einsatzkräfte am Donnerstag weitere Todesopfer gefunden. Die Anzahl Tote stieg auf 82, wie eine Feuerwehrsprecherin im Fernsehen sagte. Insgesamt entspanne sich die Lage aber. Es gebe keine Feuerfronten mehr, die bewohnte Gebiete bedrohen.
Die Lage am Mittwoch in Griechenland nach den schweren Waldbränden von Anfang Woche. (Bild: Antonis Nikolopoulos/Eurokinissi via AP, 25. Juli 2018)

Die Lage am Mittwoch in Griechenland nach den schweren Waldbränden von Anfang Woche. (Bild: Antonis Nikolopoulos/Eurokinissi via AP, 25. Juli 2018)

(sda) Die Waldbrandgefahr wurde am Donnerstag nur noch als "niedrig und mittel" eingestuft, wie der Zivilschutz mitteilte. Löschflugzeuge und Feuerwehrleute aus Italien, Spanien, Zypern und Rumänien verstärkten die griechische Feuerwehr. Zudem regnete es in Teilen Griechenlands am Donnerstag.

Dramatische Szenen spielten sich in den zwei Leichenschauhäusern von Athen ab. Dort kamen am Donnerstag Verwandte der Opfer und der Vermissten an und gaben DNA-Proben ab. Die Polizei geht davon aus, dass erst nach der Identifizierung der Leichen Klarheit über die genaue Zahl der Vermissten herrschen wird.

Hoch sind die Sachschäden: Nach einer ersten Bilanz haben staatliche Ingenieure 2489 Häuser im Osten Athens überprüft. Davon seien 1218 (knapp 49 Prozent) unbewohnbar. Die Kontrollen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Tausende Häuser müssen noch begutachtet werden, hiess es seitens der Kommunalbehörden der betroffenen Regionen.

Grosse Rauchwolken über einem Vorort von Athen. (Bild: EPA/ Alexandros Vlachos (23. Juli 2018))
Feuerwehrmännder versuchen in Neo Voutsa, einem Vorort von Athen, ein Waldbrand zu löschen. (Bild: EPA/ Alexandros Vlachos (23. Juli 2018))
Ausgebrannte Autos. (EPA/Pantelis Saitas, 24. Juli 2018)
Ein Mann sucht nach seinen Habseligkeiten in Kineta (AP Photo/Yorgos Karahalis, 24. Juli 2018)
In den Flammen kamen mindestens 50 Menschen ums Leben. (Bild: EPA/ Alexandros Vlachos (23. Juli 2018))
Ein Motorradfahrer schaut in Kineta, westlich von Athen, auf brennende Büsche. (Bild: AP Photo/Thanassis Stavrakis (23. Juli 2018))
Ein Löschflugzeug fliegt über Mati. (Bild: AP Photo/Thanassis Stavrakis (23. Juli 2018))
Ein Feuerwehrmann. (Bild: AP Photo/Thanassis Stavrakis (23. Juli 2018))
Ein Helikopter ist in Penteli unterwegs. (Bild: EPA/ Alexandros Vlachos (23. Juli 2018))
Die Behörden haben in der Region um Athen den Notstand ausgerufen. (Bild: EPA/ Alexandros Vlachos (23. Juli 2018))
Die Flammen wüten in einem dicht bewaldeten Gebiet. (Bild: EPA/ Alexandros Vlachos (23. Juli 2018))
Gebäude in Mati stehen in Flammen. (Bild: AP Photo/Thanassis Stavrakis (23. Juli 2018))
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Schwere Waldbrände in Griechenland

Die Suche nach weiteren Opfern ging am Donnerstag weiter. Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige Helfer durchsuchten die verbrannten Häuser in den Ferienorten im Osten Athens. Eine offizielle Liste der Opfer und ihrer Nationalitäten liegt nicht vor.

Spekulieren über Brandursache

Parallel wird nach den Ursachen der Brandkatastrophe gesucht. Der Bürgermeister von Penteli glaubt, dass eine gerissene Stromleitung in seinem Ort die verheerenden Waldbrände im Osten Athens verursacht habe.

"Ich habe eine abgerissene Leitung gesehen. Da hat alles angefangen", sagte Dimitris Stergiou im griechischen Nachrichtensender 24/7. Aus den gerissenen Kabeln hätten Funken gesprüht. Das habe er schon den Ermittlern der Feuerwehr gesagt.

Die Feuerwehr hat bislang keine Ursache für die Brände genannt. Die Justiz hatte bereits am Vortag eine Untersuchung angeordnet. Die Ermittlungen werden wahrscheinlich mehrere Monate dauern.

In Griechenland werden öfters Waldbrände auf die Aktivitäten von Bodenspekulanten zurückgeführt. Dafür aber gibt es bislang keine Indizien. Zurzeit wird nämlich in Griechenland wegen der schweren Finanzkrise kaum noch gebaut.

Bei einem ähnlich schweren Brand im Jahr 2007 auf der Halbinsel Peloponnes wurde nach zweijährigen Ermittlungen festgestellt, dass eine Einwohnerin beim Kochen versehentlich den Brand auslöste.

Regierung kündigt Hilfen an

Die Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras kündigte am Mittwochabend etliche Hilfen für die Opfer und ihre Familien an. Unter anderem wurden eine einmalige Unterstützung von bis zu 6000 Euro, zwei Sonderrenten für die Rentner und Steuererleichterungen beschlossen.

Später soll es auch günstige Kredite für den Wiederaufbau zerstörter Häuser geben. Ein Sonderkonto für Spenden wurden eingerichtet.

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