Terror-Anschlag in London: Polizei erschiesst Attentäter – drei Verletzte und zwei Todesopfer

Am Freitagnachmittag kam es zu einem Grosseinsatz der Polizei in London. Dabei wurde ein Attentäter erschossen und mehrere Personen verletzt. Es soll mindestens zwei Todesopfer geben.

Kevin Capellini
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Was wir wissen:

  • Bei einem Messerangriff in London sind mehrere Personen verletzt worden.
  • Ein Mann wurde bei dem Zwischenfall an der London Bridge festgenommen. Die Brücke und die umliegenden Strassen wurden gesperrt.
  • Bei dem Zwischenfall sind mehrere Schüsse gefallen. Ein Attentäter wurde erschossen. Es soll sich um ein Terror-Anschlag handeln.

Was aktuell noch unklar ist:

  • Unklar ist, wer der Angreifer war. Auch zu den Hintergründen des Vorfalls ist noch nichts bekannt.
  • Die genaue Anzahl der Verletzten ist aktuell noch nicht bekannt.

Live-Berichterstattung

Der Sender BBC Radio 5 live hat sein reguläres Programm unterbrochen und sendet live über die Ereignisse in London. Hier gelangen Sie zum Livestream des Senders.

Auf der London Bridge im östlichen Zentrum von London waren am Freitagnachmittag zahlreiche Beamte der bewaffneten Polizei zu sehen. Britische Medien berichteten von einem Schusswechsel. Dem soll eine Messerstecherei vorausgegangen sein. Dabei soll es zu mehreren Verletzten gekommen sein. Wie die Polizei bestätigt, würden mehrere Personen vor Ort verarztet und behandelt, da eine noch nicht bestätigte Anzahl an Personen niedergestochen wurde.

Einem BBC-Reporter zufolge, der am Tatort war, hatten mehrere Menschen versucht, einen Mann zu Boden zu drücken. Dieser solle zuvor wahllos auf Menschen eingestochen haben. Dann sei die Polizei eingetroffen und habe einen Mann erschossen.

Die Polizei bestätigte dies. Bewaffnete Beamte hätten einen Mann auf der Brücke erschossen. Dieser habe einen Sprenggürtel getragen, der sich im Nachhinein jedoch «nur» als Attrappe herausstellte habe. Aus Sicherheitsgründen und aus Eigenschutz habe die Polizei handeln müssen. Das schreibt die BBC in ihrer Live-Berichterstattung.

Dieser solle alleine gehandelt haben. Das Büro des Londoner Bürgermeisters teilte mit, es werde nicht nach weiteren Verdächtigen gefahndet. Der mutmassliche Täter, der am Tatort erschossen wurde, sei wohl ein Einzeltäter. Bürgermeister Sadiq Khan lobte den «atemberaubenden Heldenmut» derjenigen Zivilisten, die mit dem Angreifer gerungen hatten, um ihn zu entwaffnen.

Die Polizei erklärte die Situation als «Terror-Lage», könne aktuell aber noch nicht bestätigen, was das Motiv und der Hintergrund der Tat seien. Personen wurden dazu aufgefordert, die Gegend zu meiden und «Deckung zu suchen», wie die Polizei mitteilt. Aktuell müsse man damit rechnen, dass weiterhin von Schusswaffen Gebrauch gemacht werde.

Wegen der gefährlichen Lage sei das King's College London, die Universität, die unmittelbar neben der London Bridge liegt, komplett abgeriegelt worden und werde streng bewacht. «Momentan kommt hier niemand rein», lässt sich ein Universitäts-Vertreter zitieren.

Die Polizei geht von mindestens fünf Verletzten aus. Genaue Zahlen würden noch nicht vorliegen. Mehrere Personen sollen mit teils schweren Verletzungen in die umliegenden Spitäler eingeliefert worden sein. Mittlerweile sollen zwei Verletzte in einem Londoner Spital verstorben sein. Die Londoner Notrettungsdienste erklärten am Freitag einen medizinischen Grosseinsatz.

Während des kommenden Wochenendes müssten sich die Londoner darauf einstellen, als Folge des Vorfalls mehr bewaffnete Polizisten durch die Hauptstadt patrouillieren zu sehen, schrieb die britische Transportpolizei (British Transport Polive, BTP) auf Twitter. «Seien Sie jedoch nicht beunruhigt davon, wir sind vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen.»

Die London Bridge im Osten von London.

Die London Bridge im Osten von London.

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