Atomaufsicht
In Fessenheim stehen beide Reaktoren still

Der französische Energiekonzern EDF muss ausserplanmässig fünf Reaktoren vorübergehend stilllegen. Betroffen ist davon auch Reaktor 1 des Kernkraftwerks Fessenheim im Elsass nahe der Schweizer Grenze.

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Das AKW Fessenheim.

Das AKW Fessenheim.

niz

Die Abschaltung sei notwendig, um die Funktionstüchtigkeit mehrerer Dampferzeuger zu kontrollieren, teilte die französische Atomaufsicht am Dienstagabend mit. Die Überprüfung müsse innerhalb von drei Monaten stattfinden.

Mit der Stilllegung von Reaktor 1 in Fessenheim liegen beide Reaktoren von Frankreichs ältestem noch laufenden Atomkraftwerk zumindest vorübergehend still. Reaktor 2 wurde bereits Mitte Juni abgeschaltet - zunächst für eine Kontrolle, später hatte die Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen. Über eine endgültige Schliessung wird seit langem diskutiert, ohne dass ein konkreter Termin sicher ist.

Hintergrund der angeordneten Überprüfung sind Unregelmässigkeiten in Unterlagen des Konzerns Areva, der Bauteile für Atomkraftwerke herstellt. Die Atomaufsicht befürchtet, dass das Material von Dampferzeugern, die in den betroffenen Kraftwerken verbaut sind, nicht so stabil ist, wie es sein sollte. Die Teile sind für die Kühlung des Kraftwerks wichtig.

In ganz Frankreich müssen sieben weitere Reaktoren überprüft werden, die allerdings bereits wegen planmässiger Kontrollen abgeschaltet sind.