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Suche nach Opfern auf Sulawesi verlängert – neues Beben mit Toten

Knapp zwei Wochen nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi hat die Regierung die Suche nach noch immer vermissten Menschen doch noch bis Freitag verlängert. Bei einem erneuten Beben auf den indonesischen Inseln Java und Bali wurden drei Menschen getötet.
Ein Helfer sucht nach Überlebenden auf Sulawesi. (Bild: AP Photo/Dita Alangkara)

Ein Helfer sucht nach Überlebenden auf Sulawesi. (Bild: AP Photo/Dita Alangkara)

(sda afp) Bei dem schweren Beben und dem anschliessenden Tsunami am 28. September kamen mindestens 2065 Menschen um, das Schicksal von weiteren 5000 Menschen ist nach Behördenangaben ungeklärt. Sie werden unter den Trümmern und Schlammmassen der zur Stadt Palu gehörenden Dörfer Balaroa, Petobo und Jono Oge vermutet.

Bergungskräfte hatten seit Tagen immer grössere Probleme, zu den in der Hitze rasch verwesenden Leichen in den Trümmern und dem steinhart gewordenen Schlamm vorzudringen. «Wir müssen an die Sicherheit und Gesundheit unserer Rettungsteams denken», sagte der örtliche Einsatzleiter Bambang Suryo. Bis zur erwarteten Aufhebung des Notstands am 26. Oktober sollen Bereitschaftsteams in Palu bleiben.

Die Behörden planen, die zerstörten Dörfer zu Massengräbern zu erklären. Parks und Monumente sollen künftig dort an die Opfer erinnern.

Zehntausende obdachlos

Knapp 80'000 Menschen haben nach amtlichen Angaben ihr Heim verloren, insgesamt 200'000 Menschen sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen dringend auf Hilfe angewiesen. Trotz internationaler Hilfe sind Trinkwasser und Lebensmittel knapp, die medizinische Versorgung ist schlecht.

Uno-Generalsekretär António Guterres wollte am Freitag gemeinsam mit dem indonesischen Vize-Präsidenten Jusuf Kalla das Katastrophengebiet besuchen.

Indonesien mit seinen rund 17'000 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stossen. Erdbeben sind dort besonders häufig.

Eine Bewohnerin der Insel Sulawesi spaziert am aschespeienden Vulkan Soputan vorbei. (Bild: EPA/UNGKE PEPOTOH)
Eine riesige Aschenwolke über dem Vulkan Soputan. (Bild: AP Photo/Yehezkiel Dondokambey)
Noch ordneten die Behörden keine Evakuationen an. (Bild: AP Photo/Yehezkiel Dondokambey)
Der Vulkan Soputan sprüht Asche bis zu vier Kilometer in die Luft. (AP Photo/Hetty Andih)
Der Vulkan Soputan liegt im Nordosten von Sulawesi, mehrere Hundert Kilometer vom Gebiet der Tsunami-Katastrophe entfernt. In den vergangenen Jahren war er immer wieder ausgebrochen. (Bild: EPA/BNPB / HANDOUT)
Eine Bewohnerin von Zentral-Sulawesi auf der Suche nach brauchbaren Materialien am Strand. Kasma floh bergaufwärts mit ihren zwei Kindern vor dem Tsunami, der ihr Haus zerstörte. (Bild: EPA/MAST IRHAM)
Das Meer umringt ein Gebäude in Talise, Palu (Bild: EPA/HOTLI SIMANJUNTAK/EPA-EFE)
Sa'adon Lawira hält die Katze seines Enkelsohns. Der Grossvater fand den leblosen Körper seines Enkels dank dem Miauen der Katze und den Trümmern seines Hauses in Palu. (Bild: AP Photo/Dita Alangkara)
Ein zerstörtes Spielzeug auf der Insel Sulawesi in Indonesien. (EPA/MAST IRHAM)
Helfer und Mitarbeiter des Militärs bringen Hilfsgüter an Land. (EPA/MADE NAGI)
Menschen stehen bei einer Tankstelle an, um Benzin zu erhalten. (EPA/MAST IRHAM)
Ein Schiff ist mit dem Tsunami an Land gestrandet. (AP Photo/Tatan Syuflana)
Ruine eines zerstörten Einkaufszentrums in Palu. (AP Photo/Tatan Syuflana)
Einwohner betrachten das Ausmass der Zerstörung in Palu. (AP Photo/Tatan Syuflana)
Überall liegen Trümmerteile und diverse Verkehrsmittel umher. (AP Photo/Tatan Syuflana)
Eine Drohnenaufnahme zeigt die zerstörte Moschee. (EPA/STR)
Überlebende werden medizinisch versorgt. (EPA/Mast Irham)
Rettungskräfte bergen eine Überlebende. (AP Photo/Arimacs Wilander)
Bergung eines Opfers aus den Trümmerteilen eines zerstörten Gebäudes. (AP Photo/Tatan Syuflana)
Gerangel um Treibstoff bei einem Tankwagen. (EPA/Must Irham)
Die Warteschlange für den benötigten Treibstoff ist lang. (EPA/Mast Irham)
Aus dem zerstörten Einkaufszentrum werden Güter abtransportiert. (EPA/Must Irham)
Übersicht der Zerstörung in Talise Beach, Palu. (EPA/Must Irham)
Ein Automobil im zerstörten Palu. (EPA/Mast Irham)
President Joko Widodo spricht mit der Bevölkerung von Palu. (Agus Suparto/Indonesian Presidential Office via AP)
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Erdbeben, Tsunami und Vulkanausbruch zerstören indonesische Insel Sulawesi

Neues Beben erschüttert Bali und Java

Am frühen Donnerstagmorgen erschütterte ein Beben der Stärke 6,0 die Inseln Bali und Java. Behördenangaben zufolge kamen mindestens drei Menschen ums Leben, als im Bezirk Sumenep in Ost-Java Häuser einstürzten.

Im Ferienort Nusa Dua auf Bali rannten Hotelgäste nach dem Beben in Panik ins Freie. Zu ihnen gehörten auch Delegierte des Jahrestreffens von Weltbank und Internationalem Währungsfonds. Doch offenbar gab es weder Verletzte noch grössere Schäden, und die Herbsttagung im erdbebensicheren Konferenzzentrum wurde am Donnerstag wie geplant fortgesetzt.

Ein weiteres Beben der Stärke 7,0 erschütterte unterdessen den benachbarten Inselstaat Papua-Neuguinea. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum rund 125 Kilometer östlich der Stadt Kimbe auf der Insel Neubritannien.

Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Eine Tsunami-Warnung wurde kurze Zeit später wieder aufgehoben.

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