Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

INNOVATION: Der Visionär lässt sich nicht beirren

Elon Musk hat wohl mehr technologische Revolutionen initiiert als sonst jemand in unserer Zeit. Neben dem Mars will er auch das menschliche Gehirn erschliessen.
Tesla-Chef Elon Musk kann die Übernahme von SolarCity, wo er grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident ist, angehen. (Archivbild) (Bild: Ringo H. W. Chiu/AP)

Tesla-Chef Elon Musk kann die Übernahme von SolarCity, wo er grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident ist, angehen. (Archivbild) (Bild: Ringo H. W. Chiu/AP)

Gleich mit zwei Projekten dominiert Unternehmer Elon Musk (45) derzeit die Schlagzeilen. Kaum ist die Aufregung um sein Engagement bei der Firma Neuralink, welche das menschliche Hirn direkt an einen Computer anschliessen will, verflogen, wird er für eine Revolution in der Raumfahrt gefeiert. Ende Woche ist es seinem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX gelungen, eine wiederverwendete Antriebsrakete ins All zu schiessen und kontrolliert wieder auf der Erde landen zu lassen. Die Wiederverwendung der Teile hat das Potenzial, die Kosten von Raketenstarts um 30 Prozent zu senken.

«Die Leute haben gesagt, dass wir ein riesiges Risiko eingehen. Ich habe immer gesagt ‹Das tun wir nicht›», sagte Martin Halliwell nach dem geglückten Raketenmanöver. Der Technologiechef des Luxemburger Unternehmens SES, dessen Satellit mit der Recycling-Rakete ins All gebracht wurde, zweifelt nicht an Elon Musk. Und damit haben die beiden etwas gemeinsam. Die schillernde Biografie des in Südafrika geborenen Milliardärs (das Magazin «Forbes» schätzt Musks Vermögen auf über 14 Milliarden US-Dollar) ist durchsetzt von unglaublichen Erfolgen – immerhin revolutionierte er mit seinen Unternehmen Paypal und Tesla das digitale Bezahlen im Internet und Elektroautos, gleich zwei Wirtschaftsbereiche. Doch zeitweise drohte auch der Visionär zu scheitern – und nur seine unbeirrbare Orientierung an seinen Zielen vermochte seine Projekte zu retten. In einem Fernsehinterview im Jahr 2014 hat er verraten, dass zeitweise sowohl seinem Raumfahrtunternehmen als auch Tesla der Konkurs drohte. Nach drei misslungenen Raketenstarts war SpaceX nahezu insolvent. Ein vierter Misserfolg hätte den Bankrott bedeutet. Gleichzeitig ging auch der Firma Tesla das Geld aus.

Nun hat es Elon Musk den Zweiflern wieder einmal gezeigt und bewiesen, dass er nicht nur hochtrabende Ideen haben, sondern sie auch umsetzen kann. Doch einen Grund zum Zurücklehnen wird er darin nicht finden – immerhin funktioniert er nach einem eigenen Zeitplan. Und dessen Ziel ist der Mars. Der Rote Planet – und vor allem der Weg dorthin – fasziniert Musk wie kaum etwas anderes. In Interviews hat er preisgegeben, dass er auf dem Mars sterben will («einfach nicht beim Aufprall», wie er jeweils hinzufügt).

Mit grossem Erfindergeist gehen auch gewisse Eigenheiten einher. Bei Musk ist das nicht anders als bei anderen Visionären. Neben seinen ambitionierten Plänen für die Zukunft sorgen auch einige seiner Ansichten für Aufsehen und zum Teil für Stirnrunzeln. So ist eine seiner grössten Sorgen, dass die Menschheit dereinst von der konstant besser werdenden künstlichen Intelligenz unterjocht werden wird (als Anschauungsbeispiel dient ihm der Film «Terminator», in wel- chem Roboter die Macht übernehmen). Aufhorchen liess auch seine Annahme, dass die Welt und alles um uns herum nichts weiter als eine sehr umfangreiche Simulation sein könnte. Dies sei wahrscheinlich, so Musk, wenn man den konstanten Fortschritt und die zunehmende Komplexität von Computerspielen zu Ende denke.

Sasa Rasic

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.