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Iran ist nicht Nordkorea

USA-Korrespondent Renzo Ruf über die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran.
Renzo Ruf, Washington
Renzo Ruf

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Die einzige Überraschung hinter Trumps Ankündigung, das Atomabkommen einseitig aufzukündigen, ist der Zeitpunkt – hat der US-Präsident doch noch nie ein Geheimnis aus seiner Aversion gegen den Deal gemacht. Er ist der Meinung, die Vertragskonditionen seien für Teheran zu vorteilhaft ausgefallen. Darüber lässt sich trefflich streiten. Nichtsdestotrotz legte das Abkommen den gefährlichen Ambitionen des Regimes zumindest Fesseln an. Es war aber wohl nicht hilfreich, dass die Regierung Obama Nebenabsprachen mit den Iranern traf, die den gegenteiligen Eindruck erweckten.

Trump will nun ganz von vorne anfangen und Teheran zurück an den Verhandlungstisch zwingen – mit der gleichen Strategie, die seiner Meinung nach bereits dazu geführt hat, den Konflikt mit Nordkorea zu entschärfen. Allein: Teheran ist nicht Pjöngjang. Der Iran wird sich nicht freiwillig an den Verhandlungstisch zurückbegeben und stattdessen das Argument vorbringen, dass man den USA unter Trump nicht mehr trauen könne. Diese Haltung wird zumindest unter einigen Verbündeten Amerikas in Europa auf Gehör stossen. Schwer vorstellbar, dass unter solchen Vorzeichen ein besseres Abkommen ausgehandelt werden kann.

Renzo Ruf, Washington

nachrichten@luzernerzeitung.ch

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