Ägypten

Islamisten rufen nach Krawallen zu Protesten auf – bisher gibt es vier Tote

Nach blutigen Krawallen rufen Anhänger der Muslimbruderschaft in Ägypten zu neuen Protesten gegen die Entmachtung der Islamisten durch das Militär auf. Das "Bündnis gegen Staatsstreich" kündigte eine Millionen-Kundgebung für Sonntag auf dem Tahrirplatz in Kairo an.

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Kundgebung von Mursi-Anhängern am Freitag in Kairo

Kundgebung von Mursi-Anhängern am Freitag in Kairo

Keystone

Bei heftigen Zusammenstössen in Kairo wurden nach Angaben von Vertretern des Gesundheitsdienstes am Freitag vier Menschen getötet und 40 weitere verletzt.

Tausende Islamisten hatten sich in mehreren Städten an den Protesten beteiligt. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Islamisten erklärten, im Kairoer Stadtzentrum sei auf Demonstranten scharf geschossen worden.

Das Militär hatte Anfang Juli Präsident Mohammed Mursi und seine Regierung nach Massenprotesten abgesetzt. Seither gibt es Unruhen. Hunderte Muslimbrüder wurden inhaftiert. Die Islamistenorganisation ist inzwischen verboten.