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Islamistische syrische Rebellen feiern Erdogans Sieg

Erdogans knapper Abstimmungssieg hat in der arabischen Welt teilweise euphorische Reaktionen ausgelöst. «Die Geburt einer neuen Türkei wird das Gleichgewicht in der Welt wieder zu Gunsten des Islams verschieben», hofft der jordanische Kolumnist Yassar Zaatra. Die Hoffnung des Westens, die Muslime weiterhin zu unterjochen, sei «mit dem demokratischen Sieg» Erdogans gestorben.

Auch Saudi-Arabien, Katar und Bahrain feiern Erdogans Sieg als «grossen Erfolg». Ein türkischer Präsident mit nahezu unbeschränkten Vollmachten, so die weitverbreitete Hoffnung, könnte – wie einst die osmanischen Sultane – wieder offensiv im Mittleren Osten intervenieren. Vor allem die islamischen syrischen Rebellen erwarten von Erdogan eine härtere Gangart im Bürgerkrieg. Diese werde der Region «Wohlstand und Fortschritt» bringen, freut sich die palästinensische Hamas. «Wir danken Allah für seine weise Führung des türkischen Volkes und erbitten eure Unterstützung für unsere Revolution», kabelte die «Freie Syrische Armee» nach Ankara.

In einem Leitartikel des britischen «Independent» erinnerte Patrick Cockburn daran, dass die Türkei von Feinden umgeben sei. Für Syrer, Kurden, Iraner und Russen werde es einfacher werden, die von Erdogan verursachte tiefe Spaltung des Landes auszuschlachten und weiter zu verschärfen, befürchtet der Nahost-Korrespondent der Zeitung.

In der Türkei wurde der Ausnahmezustand gestern verlängert. (mwl)

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