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IWF warnt vor Währungskrieg zusätzlich zum Handelsstreit

IWF-Chefin Christine Lagarde fürchtet neben einem Handels- auch einen Währungskrieg. Das könne das Wachstum der Weltwirtschaft dämpfen und auch Unbeteiligte treffen, warnte Lagarde am Donnerstag bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank auf der indonesischen Insel Bali.
IWF-Chefin Christine Lagarde während einer Medienkonferenz in Bali, Indonesien. (Bild: AP Photo/Firdia Lisnawati (Bali, 11. Oktober 2018))

IWF-Chefin Christine Lagarde während einer Medienkonferenz in Bali, Indonesien. (Bild: AP Photo/Firdia Lisnawati (Bali, 11. Oktober 2018))

(sda reu) Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Handelsstreit zwischen den beiden weltgrössten Volkswirtschaften USA und China, den US-Präsident Donald Trump vom Zaun gebrochen hat. Er wirft China unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Der Volksrepublik wird zudem zur Last gelegt, ihre Währung gegenüber dem Dollar abzuwerten, was tendenziell das ohnehin schon hohe US-Handelsdefizit noch vergrössert.

An den Finanzmärkten sind Anleger zunehmend nervös. Dazu hat auch der jüngste IWF-Bericht zur Finanzstabilität beigetragen. Er nährte die Furcht vor abrupten Markt-Anpassungen. Am Donnerstag fielen die europäischen Aktienmärkte auf den niedrigsten Stand seit gut eineinhalb Jahren.

Der IWF hatte erst am Dienstag seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft gesenkt und dafür die Handelskonflikte mitverantwortlich gemacht. Lagarde forderte jetzt alle Länder auf, auf eine Deeskalation hinzuarbeiten. Zudem sprach sie sich dafür aus, die globalen Handelsregeln zu verbessern, anstatt sie aufzugeben.

Kritik an Zinsanhebungen in USA

Trump hat das Welthandelssystem scharf kritisiert, weil es sein Land angeblich benachteiligt. China wirft er auch vor, den Yuan zu manipulieren, um damit Handelsvorteile zu erlangen. «Wir hoffen, wir bewegen uns weder in die Richtung eines Handelskriegs noch in die eines Währungskriegs», sagte Lagarde.

Vertreter des amerikanische Finanzministeriums arbeiten gerade an ihrem Halbjahresbericht über Währungsmanipulationen. Lagarde führte die Schwäche des Yuan gegenüber dem Dollar auf die Zinsanhebungen der US-Notenbank Fed zurück. Der IWF unterstütze den Kurs der Regierung in Peking, die Wechselkurse flexibler zu gestalten.

Die chinesische Notenbank hatte den Yuan zuletzt die psychologisch wichtige Marke von 6,9 zum Dollar durchbrechen lassen, die Währung wertete daraufhin weiter ab. Die Regierung in Peking bekräftigte, ihre Währung nicht als Waffe im Handelsstreit mit den USA einsetzen zu wollen.

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