Japan sagt Mauritius wegen Öl-Katastrophe Unterstützung zu

Japan hat wegen der von einem heimischen Frachter verursachten Öl-Katastrophe auf Mauritius dem Urlaubsparadies volle Unterstützung zugesagt.

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HANDOUT - Ein Ölteppich bedeckt das Wasser vor dem Strand, nachdem bereits am 25. Juli der Frachter «Wakashio» vor der Ostküste von Mauritius auf Grund lief und inzwischen begonnen hat, Kraftstoff aus einem Tank zu verlieren. Foto: Sophie Seneque/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Ein Ölteppich bedeckt das Wasser vor dem Strand, nachdem bereits am 25. Juli der Frachter «Wakashio» vor der Ostküste von Mauritius auf Grund lief und inzwischen begonnen hat, Kraftstoff aus einem Tank zu verlieren. Foto: Sophie Seneque/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Keystone/AP/Sophie Seneque
(sda/dpa)

Der vor rund zwei Wochen vor der Südostküste des Inselstaates im Indischen Ozean auf einem Korallenriff auf Grund gelaufene Frachter «Wakashio» verursache grosse «Sorgen und Ärger», sagte der japanische Transportminister Kazuyoshi Akaba am Dienstag in Tokio. Seine Regierung werde Mauritius «volle Unterstützung» zukommen lassen. Am Vortag hatte Japan ein sechsköpfiges Team aus Experten zu dem Inselstaat entsandt.

Das Schiff liegt etwa zwei Kilometer vom Festland entfernt in einer Lagune nahe mehrerer Naturschutzgebiete. Am vergangenen Donnerstag war dann einer der Tanks gerissen, woraufhin Öl austrat. Der Inselstaat im Indischen Ozean rief daraufhin einen Umwelt-Notstand aus.

Auf die Frage, warum das Öl nicht schon vor dem Riss abgepumpt worden war, erklärte Atsushi Hara vom Betreiberkonzern Mitsui OSK Lines, es sei zunächst höchste Priorität gewesen, das auf Grund gelaufene Schiff wieder flott zu kriegen. Dies sei jedoch wegen widrigen Wetters vereitelt worden, so der Eigner, Nagashiki Shipping.

Die Behörden auf Mauritius arbeiten unterdessen mit Hochdruck daran, die Öl-Katastrophe noch einzugrenzen. Es werde Treibstoff aus dem Wasser, aus dem verunglückten Frachter sowie von der Küste abgepumpt, sagte Regierungsberater Ken Arian der dpa am Montag. Allerdings erschwerten starker Wind und hoher Wellengang die Arbeiten. Ausserdem sei durch das Öl bereits enormer Schaden entstanden: «Dies ist das schlimmste ökologische Desaster, das Mauritius je gesehen hat.» Der japanische Frachter hatte rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord.