Katastrophe in Japan

Japaner gegen Inbetriebnahme geschlossener Reaktoren

Ein Grossteil der Japaner spricht sich einer Umfrage zufolge gegen eine Wiederinbetriebnahme der nach der Atomkrise vom Netz genommenen Kraftwerke im Land aus.

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Japanische Atomkraftgegner protestieren in der Nähe von Tokio (Archiv)

Japanische Atomkraftgegner protestieren in der Nähe von Tokio (Archiv)

Keystone

Vor der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März hatten die 54 Atomreaktoren rund 30 Prozent des japanischen Strombedarfs gedeckt. Nach der Havarie in Fukushima-Daichii wurde der Betrieb in 35 Atomkraftwerken im Zuge von Sicherheitsprüfungen und Wartungsarbeiten jedoch eingestellt.

Wie aus einer von der konservativen Wirtschaftszeitung "The Nikkei" veröffentlichten Umfrage hervorgeht, sind fast 70 Prozent der 893 Befragten gegen eine Wiederaufnahme. 47 Prozent sprachen sich dafür aus, die Zahl der Reaktoren zu verringern, während 21 Prozent für eine Schliessung aller Atomkraftwerke im Land plädierten.