Terror am Boston-Marathon
Jetzt spricht die Polizei von 176 Verletzten nach Bombenanschlag

Eine Doppelexplosion hat beim Marathonlauf in Boston mindestens drei Menschen in den Tod gerissen. Zudem wurden 176 Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Das FBI hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen.

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Bombenanschlag in Boston

Bombenanschlag in Boston

Keystone

16:42 Uhr Der Mitbewohner des Verdächtigen aus Saudi Arabien glaubt nicht, dass der gläubige Muslim hinter dem Bombenanschlag stehen soll. Gegenüber dem «The Boston Globe» beschreibt der Mitbewohner den Mann als 20-jährigen gläubigen Muslim, der sich auch für Fussball interessiert. Der Mann stamme aus Medina und sei in Boston um Englisch zu lernen. Die Wohnung der beiden wird von der Polizei durchsucht. Der Saudi liegt derzeit noch im Spital und wird von der Polizei befragt.

16:14 Uhr Die Bostoner Polizei spricht jetzt von 176 Menschen, die in Spitälern behandelt werden, 17 davon sind in einem kritischem Zustand.

14:35 Uhr Experten sprechen im US-Fernsehen davon, dass die Tat eher für einheimische Terroristen spricht. Offizielle Quellen sprechen derweil von 152 verletzten Opfern.

12:55 Uhr Drei Menschen wurden durch die beiden Zwillings-Bomben am Bostoner Marathon getötet. Das jüngste Todesopfer wurde gerade einmal acht Jahre alt und hiess Martin Richard. Er wartete am Ziel auf seinen Vater, als die Bomben explodierten. Der «Boston Globe» beschreibt die erschütternde Geschichte. Der Sohn wollte gerade seinen Vater umarmen, nachdem dieser den 42-Kilometer-Lauf geschafft hatte. Der Vater überquerte die Ziellinie, der Sohn rannte auf ihn zu, beide fielen sich in die Arme. Dann, so schreibt der «Boston Globe» weiter, lief der erschöpfte Vater weiter, Martin kehrte zurück zum Rest der Familie, seiner Mutter und den Geschwistern, die im Zielraum stehen geblieben war. Doch um 14.50 Uhr Ortszeit detonierten die beiden Bomben im Abstand von 13 Sekunden unmittelbar neben dem Ziellauf. Martin hatte keine Chance. Die Explosion tötete ihn. Martins Mutter erlitt schwerste Verletzungen. Die Schwester namens Denise verlor dem Bericht zufolge ein Bein, das dritte Kind blieb unverletzt.

12:20 Uhr In mehreren grossen TV-Sendern äusserten US-Experten die Vermutung, dass die Tat eher auf das Konto einheimischer Extremisten gehen dürfte, es sich somit wohl nicht um eine internationale Terroraktion gehandelt habe. Der Angriff war augenscheinlich zwar sorgfältig geplant, die Sprengsätze waren aber nicht sonderlich «professionell». Zudem erinnert ein bekannter Kriminologe in der «Los Angeles Times» an Amokläufe und Anschläge, die sich im Monat April jähren: etwa das Bombenattentat auf ein US-Regierungsgebäude in Oklahoma-City 1995 oder das Massaker an der Columbine High School 1999 in Littleton, wie James Alan Fox der Zeitung sagte.

11:22 Uhr Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen. Joe Anderson trug die amerikanische Flagge den gesamten Boston-Marathon mit sich. Der 33-jährige Fischer überquerte gerade die Ziellinie, als die erste Explosion das Schaufenster eines Sportgeschäfts zertrümmerte und Glassplitter über die Zuschauer sprühte.

«Ich habe viele Verletzte gesehen», sagt Anderson. «Ich habe Leute gesehen, denen offenbar die Beine weggerissen wurden.» Als er am Nachmittag vom Massachusetts General Hospital zurückgeht, wo viele Verwundete behandelt werden, liegt das Sternenbanner immer noch über seinen Schultern. «Wir sind einfach um unser Leben gerannt», sagt eine 18-Jährige, die am Ziel ihrer Mutter zujubeln wollte. Sie habe nur darauf gewartet, dass «die nächste Bombe mich trifft». Mutter und Tochter finden später zueinander. Eine 20-jährige Studentin aus Pennsylvania berichtet vom Abbruch des Rennens, als sie noch knapp einen Kilometer vor der Ziellinie entfernt war. "Sie haben uns nur gesagt, dass zwei Bomben hochgegangen sind», erklärt sie. «Wir haben eine halbe Stunde einfach so herumgestanden.»

11:22 Uhr Die pakistanischen Taliban haben betont, keine Verantwortung für die Explosionen zu haben. «Wir sind für Angriffe auf die USA und ihre Verbündete, sind jedoch in diese Angriffe nicht verwickelt», sagte der Sprecher der Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), Ehsanullah Ehsan. Die TTP hat in Pakistan zahlreiche Selbstmordanschläge verübt und auch mit Angriffen auf US-Städte gedroht. Im Mai 2010 wurde ein Autobombenanschlag auf den Times Square in New York verhindert, der laut einem Internetvideo angeblich von der TTP geplant worden war.

11:10 Uhr EU-Vertreter haben mit Entsetzen reagiert. «Ich verurteile die entsetzlichen Taten, die in Boston verübt wurden, und bedaure zutiefst das tragische Ergebnis und den Verlust unschuldigen Lebens», teilte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy als Vertreter der EU-Staaten am Dienstag in Brüssel mit. Auch die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich «schockiert». Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, teilte über Twitter sein Beileid mit. «Terrorismus ist niemals gerechtfertigt. Wir sind bei unseren amerikanischen Freunden.»

11:00 Uhr Bostons Einwohner und Besucher stehen in der Not zusammen. Im Internet werden Listen von Bürgern zusammengetragen, die ihre Häuser für gestrandete Läufer öffnen. Restaurants in der Umgebung bieten auf Twitter unter dem Hashtag #bostonhelp kostenlos Essen, Trinken, Internet-Zugänge und einen Ort an, das Handy aufzuladen - «oder wenn man einfach nicht allein sein will». Die Zeitung «Boston Globe» berichtet von Pastoren, die mit der Bibel in der Hand auf der Commonwealth Avenue Betroffene trösten. «Die Menschen sind gut», erklärt der Läufer Ali Hatfield aus Missouri auf Twitter, der von einer Frau in ihrem Haus mit Getränken versorgt wird.

Explosionen überschatten den Boston Marathon
22 Bilder
Angehörige und Freunde der Opfer legten Blumen nieder. Über die Täter weiss die Polizei immer noch nichts.
Die US-Fahne weht im ganzen Land auf Halbmast.
Patty Campbell, die Mutter der getöteten Krystle Campbell, zusammen mit ihrem John Reilly (l.) und Sohn Billy.
Krystle Campbell, 29, Restaurant-Manager aus Medford, Massachusettes, wurde von einer der beiden Bomben getötet.
Grenzenlose Trauer bei Angehörigen und Freunden. Im Bild Emma MacDonald, 21, während einer Gedenkfeier.
Helfer kümmern sich um Verletzte.
Geschockte Siegerin: Die kenianische Siegerin Rita Jeptoo sitzt in Tücher gehüllt im Zielraum.
Einer der Detonationsorte an der Boylston Street wird von Ermittelern durchsucht.
Er ahnte von nichts als er als Sieger ins Ziel einlief: Der Äthiopier Lelisa Desisa.
In der Nähe des Ziels detonieren fast gleichzeitig zwei Bomben. Die Explosionen fordern mindestens 3 Tote.
Über 100 Menschen wurden beim Bomben-Terror in Boston verletzt.
Unfassbare Trauer von Beteiligten
Bill Iffrig aus Lake Stevens liegt am Boden, die Bomben habena auch ihn umgehauen.
Bill Iffrig lässt sich helfen, steht auf und wird den Marathon zu Ende laufen, wie er später erzählt.
Zahlreiche Läufer lassen sich von den Bomben nicht abhalten und laufen trotzdem ins Ziel.
Fernsehaufnahmen haben die Explosion festgehalten
Explosionen überschatten den Boston-Marathon.
Mindestens zwei Menschen sind gestorben
Ein Polizeibeamter bringt einen verletzten Jungen in Sicherheit
Hilfskräfte helfen einem Verletzten
Der Zieleinlauf nach der Detonation

Explosionen überschatten den Boston Marathon

Keystone

10:50 Uhr Trotz der Bomben-Explosionen beim Boston-Marathon am Montag finden die Marathonläufe in London und Nagano am kommenden Sonntag statt. Die beiden Detonationen, bei denen nach ersten offiziellen Angaben drei Menschen ums Leben kamen und über 140 verletzt wurden, hat die Organisatoren des Laufs in der britischen Metropole allerdings in Alarmbereitschaft versetzt.

«Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen in Zusammenarbeit mit den Organisatoren neu bewerten», teilte Julia Pendry von der Metropolitan Police mit. Die Veranstaltung in Grossbritanniens Hauptstadt werde aber definitiv stattfinden, sagte Nick Bitel, Vorsitzender des London Marathons. In London werden rund 36.000 Teilnehmer an den Start gehen, darunter auch der zweimalige Olympiasieger Mo Farah aus Großbritannien. Die Veranstalter in Nagano rechnen mit 10.000 Läufern. Um die Sicherheit der Aktiven zu gewährleisten, wird das Organisationsteam eng mit der Polizei und den Sicherheitskräften zusammenarbeiten.

10:45 Uhr Noch ist unklar, ob sich unter den mehr als 100 Verletzten auch Personen aus der Schweiz befinden. Die Detonation von zwei Sprengsätzen im Zielbereich forderte mindestens drei Todesopfer. Das Aussendepartement (EDA) konnte am Dienstagvormittag noch keine Auskunft darüber geben, ob sich unter den Betroffenen auch Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft befinden.

Der auf Marathonreisen spezialisierte Reiseanbieter Albis Reisen hingegen konnte auf Anfrage Entwarnung geben. Die 15-köpfige Reisegruppe, die nach Boston gereist ist, sei wohlauf. Auch die beiden Läufer, welche die Reise zum traditionsreichen Marathon über den Reiseveranstalter Kuoni gebucht hatten, blieben unverletzt, wie Sprecher Peter Brun auf Anfrage sagte. Gemäss den Angaben auf der Internetseite des Veranstalters des Boston-Marathons erreichten 36 Läufer und drei Rollstuhlfahrer mit Schweizer Staatsbürgerschaft das Ziel. Zum Rennen angemeldet waren 60 Schweizerinnen und Schweizer. Insgesamt waren nach Angaben der Organisatoren 23'326 Läufer am Start. Davon seien 17'584 vor den Explosionen im Ziel gewesen. Der Wettkampf wurde abgebrochen.

10.00 Uhr Die Federführung bei den Ermittlungen liegt beim FBI, der US-Bundespolizei. An der Medienkonferenz bestätigte er die zahlreichen Medeinberichten, wonach mehrere nicht detonierte Sprengsätze entdeckt worden seien, nicht. Die Ermittlungen gehen bislang in zwei Richtungen: Der Zeitpunkt des Anschlags könnte für einheimische Radikale als Täter sprechen. Der 15. April ist der Patriot's Day, der Gedenktag, der an den Unabhängigkeitskrieg erinnert. Der 15. April ist aber in den USA auch der Tag, an dem die Steuererklärungen abgegeben werden müssen - ein laut «Spiegel» sensibles Thema für rechte Extremistengruppen. Auch nähern sich zwei Jahrestage mit symbolischer Bedeutung: Das gewaltsame Ende der Waco-Belagerung 1993 in Texas und der Anschlag in Oklahoma City 1995, bei dem knapp 170 Menschen ums Leben gekommen sind.

Auch die Nähe zu islamischen Extremistengruppen wird diskutiert. Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich auf einen Ermittler, der die Vorgehensweise dieses Anschlags in die Nähe von Islamistengruppen rückt. Ein Islamisten-Angriff würde die Zündung von zwei Sprengsätzen kurz hintereinander bei einem Grossangriff propagieren. Die Zeitschrift wird im Internet von der Gruppe al-Qaida im Jemen verbreitet. Sie enthält englischsprachige Aufrufe an Muslime im Westen, Angriffe selbst mit bescheidenen Mitteln auszuführen. In der jüngsten Ausgabe der besagten Zeitschrift war auch schon eine detaillierte Anleitung zum Eigenbau und Einsatz von Sprengsätzen enthalten.

Die «New York Times» betont, dass die Sprengsätze von Boston offenbar jener Bombe ähneln, die 1996 während der Olympischen Spiele in Atlanta gezündet wurde. Damals tötete die Explosion einer Rohrbombe zwei Menschen und verletzte mehr als hundert.

09.45 Uhr Laut «New York Post» sollen die Ermittler einen 20-jährigen Saudi festgenommen haben. Er steht unter Verdacht, am Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Er soll in einem Spital festgenommen worden sein und bei dem Anschlag schwere Verbrennungen erlitten haben.

09.30 Uhr Der Boston-Marathon ist der älteste und traditionsreichste Stadt-Marathon der Welt. Mehrere Zehntausend Läufer sind jedes Jahr am Start; die Strecke ist gesäumt von bis zu 500'000 Zuschauern. Erstmals fand der Lauf am 19. April 1897 statt. 15 Männer nahmen die 24,5 Meilen (etwa 39,43 Kilometer) in Angriff. Erst 1927 wurde die Strecke auf die Marathon-Distanz von 42,195 Kilometer (26,385 Meilen) verlängert. Von 1897 bis 1968 fand der Lauf jedes Jahr am 19. April statt, dem Patriot's Day, einem Feiertag im Bundesstaat Massachusetts. Nachdem der Feiertag offiziell auf den dritten Montag im April gelegt wurde, findet auch der Marathon jedes Jahr an diesem Tag statt. Zunächst war das Rennen nur Männern vorbehalten; erst seit 1972 durften Frauen sich auch offiziell in die Starterlisten eintragen. Der Start ist seit 1924 im Bostoner Vorort Hopkinton, zuvor war er in Ashland. Das Ziel ist direkt Downtown in Boston. Einen Eintrag in das Guinness Buch der Weltrekorde schaffte der Boston-Marathon 1996 bei der 100. Auflage mit 38 708 Teilnehmern. 2011 erzielte der Kenianer Geoffrey Kiprono Mutai die bislang beste Zeit für einen Marathon in 2:03:02 Stunden. Doch die Marke wird nicht als Weltrekord anerkannt. Grund ist, dass die Strecke nicht dem offiziellen Reglement entspricht.

Bill Iffrig läuft Boston-Marathon trotz Bomben zu Ende
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Bill Iffrig lässt sich helfen, steht auf und wird den Marathon zu Ende laufen, wie er später erzählt.
Zahlreiche Läufer lassen sich von den Bomben nicht abhalten und laufen trotzdem ins Ziel.

Bill Iffrig läuft Boston-Marathon trotz Bomben zu Ende

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09.15 Uhr Nach wie vor gibt es keine Bestätigungen, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Klar ist hingegen: Die Liste der Verletzten wird von Stunde zu Stunde länger. Bislang wurden mehr als 140 Verletzte registriert, drei Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben. Alleine im Massachusetts General Hospital würden 29 Verletzte behandelt, davon seien acht in einem kritischen Zustand. Das teilt der Doktor Peter Fagenholz mit. Viele Patienten erlitten Wunden an den Beinen. «Wir mussten mehrere Amputationen durchführen», so Fagenholz.

09.10 Uhr Die nordamerikanische Basketball-Liga NBA hat die Partie zwischen Rekordmeister Boston Celtics und den Indiana Pacers ersatzlos gestrichen. Auf den weiteren Meisterschafts-Verlauf hat die Absage keinen Einfluss. Zuvor hatte die Eishockey-Liga NHL bereits die Begegnung zwischen den Boston Bruins und den Ottawa Senators kurzfristig abgesagt. Wie die NHL mitteilte, soll die Partie nachgeholt werden.

09.08 Uhr Rund drei Stunden nach dem Anschlag hat sich US-Präsident Barack Obama dazu geäussert. Man wisse nicht, «wer das getan hat oder warum», sagte er. «Wir werden die Schuldigen finden». Und wer immer dafür verantwortlich sei, die Täter würden «die volle Macht der Justiz zu spüren bekommen.»

09.05 Uhr Der für Sonntag angesetzte Marathon in London soll trotz des Bombenanschlags auf den Lauf in Boston wie geplant stattfinden. Allerdings würden zusammen mit den Veranstaltern die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, teilte die Polizei in London am Dienstag mit. In der britischen Hauptstadt wollen 36'000 Läufer an den Start gehen.

08.58 Uhr Die Geschäftsstrassen in unmittelbarer Umgebung der beiden Detonationen würden weiterhin abgesperrt bleiben. Spezialisten suchen am Tatort weiter nach Indizien, die auf die Urheber der Anschläge hindeuten könnten. Überall sei mit massiver Polizeipräsenz und Sicherheitskontrollen zu rechnen, unter anderem im öffentlichen Nahverkehr, teilte das Amt von Bürgermeister Thomas M. Menino mit. «Wer zur Arbeit geht, wird eine deutlich stärkere Polizeipräsenz sehen. Niemand sollte wegen der Nationalgarde und anderer bewaffneter Beamten alarmiert sein.»

08.42 Uhr Aussenminister Didier Burkhalter hat am Dienstag im Namen des Bundesrates den Opfern der Bombenanschläge am Marathon von Bosten und ihren Angehörigen sein Mitgefühl ausgesprochen. Die Bombenanschläge seien mit grösster Entschlossenheit zu verurteilen, sagte Burkhalter im Nationalrat. Es handle sich um Gewaltakte, die Unschuldige träfen und in keinster Weise zu rechtfertigen seien. Die Anschläge forderten eine entschlossene internationale Haltung gegen Terrorismus.

07.00 Uhr Im Zusammenhang mit den beiden Bombenexplosionen hat die Bostoner Polizei eine Wohnung in einem Vorort der Stadt durchsucht. Das berichten US-Medien. Die Polizei bestätigte, dass es einen Durchsuchungsbefehl gegeben habe und dass die Aktion Teil der Ermittlungen zum Anschlag auf den Marathon sei. Das FBI habe die Untersuchungen übernommen.

06.45 Uhr Unglaublich: Google handelt schnell und richtet eine eigene Webseite ein, mit der Leute nach Angehörigen oder Freunden suchen können, die sich während der Anschläge am Boston Marathon aufhielten.

06.35 Uhr Auch der britische Premierminister David Cameron zeigte sich entsetzt über den Anschlag auf den Marathon in Boston. «Die Bilder aus Boston sind schockierend und entsetzlich», schrieb Cameron auf Twitter.

06.30 Uhr UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Bombenanschläge auf den Boston-Marathon scharf verurteilt. Diese sinnlose Gewalt sei umso schrecklicher, als sie bei einem Ereignis stattgefunden habe, das dafür bekannt sei, Menschen aus aller Welt in Fairness und Harmonie zusammenzubringen.

06.20 Uhr Laut CNN sind die Ermittler angewiesen worden, nach einem «dunkelhäutigen oder schwarzen Mann» zu suchen, der möglicherweise einen fremden Akzent hat. Der Mann sei mit einem schwarzen Rucksack und Sweatshirt gesehen worden und habe fünf Minuten vor der ersten Explosion versucht, in einen abgesperrten Bereich einzudringen.

06.15 Uhr Nach wie vor ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Nach den Detonationen hat sich der Führer der jordanischen Salafisten zu Wort gemeldet und die Anschläge begrüsst. Er sei «glücklich, den Schrecken in Amerika zu sehen», sagte Mohammad Al-Chalabi. «Lasst die Amerikaner den Schmerz fühlen, den wir durch ihre Soldaten im Irak und in Afghanistan erleiden, die diese Länder besetzen und unsere Leute dort töten.» Al-Chalabi wurde wegen eines geplanten Anschlags auf westliche Botschaften in Jordanien im Jahr 2003 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Organisation ist in Jordanien verboten.

06.10 Uhr Die Explosionen an der Marathonstrecke ereigneten sich nach Angaben des Bostoner Polizeichefs Ed Davis in einem Abstand von rund 50 bis 100 Metern. Die Bomben hätten eine starke Sprengkraft gehabt.

06.00 Uhr Bei zwei Bombenanschlägen am traditionellen Bostoner Marathon sind am Montagnachmittag (Ortszeit) mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.