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KARIBIK: Haiti – ein Staat geht unter

Vor sechs Monaten tobte der Wirbelsturm Matthew in der Karibik. In Haiti leidet die Bevölkerung bis heute unter seinen Folgen. Doch dass aus dem Naturphänomen Hurrikan eine soziale Katastrophe werden konnte, hat strukturelle Gründe.
Isabelle Daniel, Corail/Port-Au-Prince
Romane Marseille vor seinem Haus, das mit Hilfe des Roten Kreuzes gebaut wurde. Seine Familie war nach «Matthew» obdachlos geworden. (Bild: Florian Kopp/SRK)

Romane Marseille vor seinem Haus, das mit Hilfe des Roten Kreuzes gebaut wurde. Seine Familie war nach «Matthew» obdachlos geworden. (Bild: Florian Kopp/SRK)

Isabelle Daniel, Corail/Port-au-Prince

Der Regen ist wieder da. Das metallene Geräusch, das er beim Prasseln auf das Wellblechdach hinterlässt, kündigt die erste Regenzeit des Jahres an. Romane Marseille und seine Frau Nadia Joseph stehen auf der schmalen Veranda ihres Hauses, dessen Fundament eine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau erzählt. Noch vor Wochen stand hier nur die Ruine jenes Hauses, das die fünfköpfige Familie bis zum Oktober des vergangenen Jahres bewohnt hatte.

Es war der letzte grosse Regen, der die Verwüstung nach Corail gebracht hat. Vor sechs Monaten fegte der Hurrikan Matthew über die Karibik und den Süden der USA hinweg; die haitianische Tiburon-Halbinsel wurde besonders schwer getroffen. Allein in Corail vernichtete «Matthew» 97 Prozent der Plantagen und 60 Prozent der Nutztiere; mehr als 4000 Häuser wurden teilweise oder ganz zerstört. Ein Grossteil der rund 30000 Einwohner zählenden Stadt im Südwesten Haitis verlor binnen weniger Tage nicht nur Hab und Gut, sondern auch eine Perspektive für die Zukunft.

Das Haus der Marseilles zählt zu den ersten, die seit der Hurrikankatastrophe mit Hilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) wiederaufgebaut wurden. Seit Anfang Jahr bildet das SRK in Corail Zimmerleute und Maurer aus. Sie sollen in den kommenden Wochen 650 zerstörte Häuser reparieren und ihrerseits neue Handwerker anlernen. Auch die Glückskette finanziert das Projekt mit.

Romane Marseilles Haus brach während des Hurrikans unter einem einstürzenden Baum in sich zusammen. Mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern flüchtete der 39-Jährige während des Sturms zu Bekannten. «Alle suchten Schutz, in den Schulen, im Spital oder unter Gräbern auf dem Friedhof», erzählt Marseille, der als Landwirt gearbeitet hatte, bevor «Matthew» ihm die Ernte raubte.

Jahrzehntelanges Roden macht Boden erosionsanfällig

Kleinbauern wie Romane Marseille leben vom Anbau von Obst und Gemüse wie Okra, Papaya oder Bananen – und auch von Kaffee. Bis die Plantagen wiederaufgebaut sind, wird noch mindestens eine Erntezeit vergehen. Manche Bauern im Département Grand’Anse sehen sich deshalb nach einer neuen Beschäftigung um – doch die Möglichkeiten in der strukturschwachen Region sind rar. Romane Marseille denkt über eine Zukunft als Fischer nach. Er sagt aber auch: «Wir brauchen jemanden, der uns zeigt, wie man fischt.» Die Zerstörung der Natur ist, langfristig betrachtet, die verheerendste Folge des Hurrikans. In dem rötlich schimmernden Lehmboden, der auf der Tiburon-Halbinsel verbreitet ist, wurzeln Bäume nur unzureichend in der Erde. Die jahrzehntelange Rodung der Wälder in Haiti hat den Boden zudem anfällig für Erosionen gemacht.

Selbst in Regionen, in denen «Mat­thew» vergleichsweise moderat geblieben ist, haben Wind und Regen die Pflanzen aus der Erde gerissen und damit die lokalen Märkte der Kleinbauern zerstört. Die Folgen für die agrarisch ausgerichtete haitianische Volkswirtschaft, so schätzen manche Experten bereits jetzt, könnten noch dramatischer sein als jene des «Jahrhunderterdbebens» des Jahres 2010. «Es wird noch Monate dauern, bis sich das Ausmass der durch ‹Matthew› entstandenen Schäden beziffern lässt», sagt der SRK-Delegierte in Corail, Benoît Rabiller. Wann wird ein Naturphänomen wie ein Hurrikan zu einer sozialen und ökologischen Katastrophe? Auch die Dominikanische ­Republik, mit der sich Haiti die Insel Hispaniola teilt, traf «Matthew» mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 230 Stundenkilometern, ebenso wie die Nachbarinsel Kuba. In beiden Län­­dern gab es einzelne Todesopfer, eine menschliche oder wirtschaftliche Tragödie, wie die Haitianer sie erlebt haben, blieb jedoch aus.

Der Fluch des kolonialen Erbes

Die Suche nach den Ursachen für die Anfälligkeit Haitis für Naturkatastrophen führt weit zurück in die koloniale Vergangenheit des Landes, deren Nachwehen bis heute zu spüren sind. Die verheerendste unter ihnen ist das Fehlen funktionierender staatlicher Strukturen. Die politische Elite Haitis besteht aus korrupten Clans, die den Raubbau an der Erde ermöglichen und die Entwicklung einer Zivilgesellschaft bremsen.

Den humanitären Organisationen, die nach dem Erdbeben 2010 ins Land strömten, kommt dabei eine zwiespältige Rolle zu. So ist es zwar erklärtes Ziel seriöser NGO, Projektländer nach einer Phase der Nothilfe und des Wiederaufbaus zu verlassen. Doch in Haiti sind die NGO unabdingbar geworden. Bisweilen wird das ärmste Land der westlichen ­Hemisphäre auch als «NGO-Republik» bezeichnet. Nicht die Regierung übernimmt hier die Verantwortung für zen­trale staatliche Aufgaben wie Gesundheitsversorgung und Bildung. Stattdessen werden sie von Hilfswerken wie dem Roten Kreuz und UNO-Organisationen gestemmt – aber auch von zahlreichen von Eigeninteressen geleiteten Organisationen wie amerikanischen Freikirchen und Sekten, die überall im Land Schulen bauen. Haiti ist ein gescheiterter Staat wie aus dem Lehrbuch; auf dem «Failed-State-Index» des «Fund for Peace» stand die Karibiknation 2016 auf dem zehnten Platz hinter Afghanistan und vor dem Irak.

Was der Wirtschaftsnobelpreisträger Angus Deaton über Entwicklungsländer in Afrika und Asien geschrieben hat, gilt auch für Haiti: Ein Gesellschaftsvertrag zwischen Regierung und Regierten existiert nicht; Erwartungen seitens der Gesellschaft an den Staat werden oft gar nicht erst formuliert.

Auch Valmir Lindor denkt nicht an den Staat, wenn er nach Verantwortlichkeit für den Wiederaufbau seines Heimatortes gefragt wird. Er bereut, nach dem Studium der Technikinformatik in Port-au-Prince nach Corail zurückgekehrt zu sein. Kaum einer seiner früheren Schulkollegen ist geblieben. Die meisten von ihnen seien heute in Port-au-Prince oder in den USA. «Ich werde auch nicht bleiben», sagt Lindor.

«Matthew» hat die Mauern der Schule, an der Lindor als Lehrer arbeitet, nahezu völlig zerstört. Er und seine Kollegen haben sie in den vergangenen Monaten eigenhändig wiederaufgebaut – und dabei die nötigen Materialien aus den Gebühren ihrer Schüler bezahlt. «Wir sind seit fünf Monaten mit der Miete im Rückstand», sagt Lindor und beklagt, dass die Hilfsorganisationen kein Geld in den Wiederaufbau der Schulen in Corail gesteckt hätten. «Es gibt keine Wirtschaft in Corail. Das Geld kann nur von aussen kommen.»

Für Ökonom Deaton ist die Entfremdung zwischen Staat und Gesellschaft der Knackpunkt im Kampf gegen Armut und soziale Ungleichheit. «Die Abwesenheit staatlicher Handlungsfähigkeit ist eine der Hauptursachen für Armut und Existenznot in der Welt. Ohne effektive Staaten, die mit aktiven und engagierten Bürgern zusammenarbeiten, besteht wenig Hoffnung für Wachstum, das für die Abschaffung der globalen Armut nötig wäre», schrieb Deaton im Oktober 2015, kurz nachdem ihm der Wirtschaftsnobelpreis verliehen wurde. Sein Plädoyer ist eine Grundsatzkritik an internationaler Hilfe. Dass staatliche Dysfunktionalität in die Dauerabhängigkeit mündet, ist weitgehend unbestritten. Deaton aber kehrt die Formel um. Humanitäre Hilfe verstärkt nach seiner These noch den Effekt: «Wir können den Armen nicht helfen, indem wir ihre bereits schwachen Regierungen noch schwächer machen.»

Holzkohle-Export in die Dominikanische Republik

Deatons Kritik ist den humanitären Organisationen durchaus geläufig. In akuten Notsituationen müssen sie aber ethische Prioritäten setzten, die die Wissenschaft aus einer übergeordneten Warte ausblenden kann. Die Abwägung zwischen schneller Hilfe für die von Katastrophen Betroffenen und der Nachhaltigkeit der geleisteten Hilfe steht am Anfang auch jedes SRK-Projekts. Denn beides schliesst sich, darauf spielt auch Deaton an, in der Regel gegenseitig aus.

Auf dem lehmigen Weg, der zu den Kaffeeplantagen von Corail führt, bleibt das Regenwasser stehen. Gelegentlich transportiert der Wind den Geruch von verbranntem Holz; flächenweise Asche auf leeren Feldern deutet darauf hin, dass hier zerhackte Bäume zu Holzkohle verarbeitet wurden. Die verbrannte Erde ist ein Symbol für den zynischen Charakter, den national geregelter Umweltschutz haben kann: Die Regierung der Dominikanischen Republik hat die Produktion von Holzkohle verboten, importiert ihren Bedarf jedoch aus dem ungleich ärmeren Nachbarstaat.

«Vielen haitianischen Bauern erscheint es deshalb attraktiv, Holz zu Kohle zu verbrennen», sagt SRK-Mitarbeiter Olnick Jean-Baptiste beim Besuch eines SRK-Nothilfeprojekts zur Räumung der örtlichen Kaffeeplantagen von umgestürzten Bäumen. Vor «Matthew» spendeten sie den kurzgewachsenen Kaffeebäumen den dringend nötigen Halbschatten, jetzt droht auch hier ein langwieriger Ernteausfall. In der Mittagssonne arbeitet sich eine Reihe von Männern an einem enormen Baumstamm ab – mit Buschmessern. «Würden wir ihnen Motorsägen zur Verfügung stellen, bestünde die Gefahr, dass sie noch stehende Bäume abholzen», sagt Jean-Baptiste.

Der Fall ist beispielhaft für eines der vielen Dilemmata, in denen sich Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit in Haiti befinden. Die besonders harte Arbeit auf der ehemaligen Kaffeeplantage wird vom SRK entlohnt. Damit weicht das SRK von einem Prinzip ab, das es andernorts hartnäckig verfolgt. «Das SRK lehnt den Cash-for-Work-Ansatz einiger NGO ab. Im konkreten Fall arbeiten wir nur vorübergehend damit, weil dieses Projekt noch in die Phase der unmittelbaren Nothilfe und nicht in die nachhaltig angelegte Entwicklungszusammenarbeit fällt», erklärt Benoît Rabiller.

Wer auf der Plantage arbeitet, erhält 3750 Gourde (53 Franken) für drei Wochen Arbeit. Zur Einordnung: 50 Kilogramm Reis, das in Haiti Hauptnahrungsmittel ist, kosten 1200 Gourde (17 Franken); Schulgeld für ein Kind kostet in Corail – je nach Schule und Alter des Kindes – umgerechnet zwischen 150 und 200 Franken im Jahr. Umstritten ist der Cash-for-Work-Ansatz, den immer mehr NGO – darunter auch die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit oder die Welthungerhilfe – verfolgen, wegen verschiedener Nachhaltigkeitsphilosophien.

Grundsätzlich gelte es zu überprüfen, ob von humanitären Organisationen vorübergehend bezahlte Arbeiten lokale Märkte negativ beeinflussen, sagt André Krummacher, Programmdirektor der französischen NGO Acted. Sei dies nicht der Fall, unterstütze Acted den Cash-for-Work-Ansatz. «Zum einen kann Cash for Work die lokale Wirtschaft stabilisieren, weil das Geld vor Ort bleibt. Zum anderen machen wir die Erfahrung, dass In­frastrukturprojekte, die durch Cash for Work entstanden sind, einen besonderen Stellenwert in den Gemeinden haben: Wenn etwa mehrere Dorfbewohner innerhalb eines Cash-for-Work-Projekts am Aufbau einer Strasse gearbeitet haben, ist auch der Wille grösser, diese Strasse zu pflegen.»

Langfristige Entwicklung der Zivilgesellschaft

Beim SRK sieht man das anders. «Ziel unserer Projekte ist es, lokale Strukturen der Solidarität zu fördern», sagt Marina Peterhans, SRK-Gesundheitsdelegierte in Léogâne. Was der Staat nicht leisten kann, sollen auf lokaler Ebene freiwillig arbeitende Ortsgruppen übernehmen. Langfristig soll so die Entwicklung der Zivilgesellschaft unterstützt werden.

Eine aktive Zivilgesellschaft sei die letzte Hoffnung für Haiti, glaubt Joseph Bernard. Der 33-jährige Onkologe sitzt auf der Terrasse des berühmten Hotels Olofsson im Zentrum von Port-au-Prince. Von hier aus erscheint das von «Matthew» heimgesuchte Corail sehr weit weg. Einst inspirierte der Ende des 19. Jahrhunderts im Kolonialstil errichtete Bau Graham Greene zu seinem Roman «Die Stunde der Komödianten». Heute dient das «Olofsson» Politikern, Nothelfern und Journalisten in Haitis Hauptstadt als Treffpunkt.

Bernard erzählt von den vielen internationalen Händen, durch die das «Olofsson» seit seiner Umwandlung in ein Militärkrankenhaus während der US-Besatzung Haitis im Ersten Weltkrieg gegangen ist. Die Vergangenheit des «Olofsson» liest sich wie eine moderne Geschichte Haitis en miniature. Bernard kennt sie, weil er sich neben seinem Hauptberuf seit Jahren intensiv mit der historischen Entwicklung seines Landes beschäftigt. In diesem Jahr erscheint sein achtes Buch. «Die Geschichte Haitis ist bisher von Europäern und Amerikanern geschrieben worden», sagt Bernard. «Weil es keinen haitianischen Blick auf unsere eigene Geschichte gibt, gibt es auch keine haitianische Identität.»

Bernard argumentiert, dass die De-Facto-Kolonisierung Haitis durch die Spanier und Franzosen sowie die Quasi-Kolonisierung durch die Amerikaner der haitianischen Gesellschaft den Zusammenhalt geraubt hätten. «Die Franzosen sind zwar gegangen, doch die koloniale Mentalität, die die Gesellschaft in Herrschaftselite und Unterdrückte teilt, ist geblieben.» Um den Teufelskreis der Dauerabhängigkeit Haitis von internationalen Gebern zu durchbrechen, bräuchte es aus Bernards Sicht einen politischen Generationenwechsel. «Wir brauchen eine neue Generation von Haitianern, die die korrupte Elite in die Knie zwingt und Demokratie und Verantwortlichkeit von der Regierung einfordert.»

Das Land befindet sich in einem Teufelskreis

Auf dem Weg dorthin sieht Bernard die haitianische Gesellschaft jedoch nicht. «Die junge Generation bereitet sich nicht auf ein besseres Leben in Haiti vor, sondern auf ein Leben in den USA.» Der sogenannte Brain Drain, das Abwandern qualifizierter Fachkräfte, ist Teil des Teufelskreises, in dem Bernard sein Land sieht. Das spiegelt sich auch im Bruttoinlandprodukt wider, das sich zu 60 Prozent aus internationalen Hilfsgeldern und zu 30 Prozent aus Remittenden, also Transfers haitianischer Arbeitsmigranten an ihre Familien, zusammensetzt. Joseph Bernard sagt, er habe nie mit dem Gedanken gespielt, sein Land zu verlassen. Den Idealismus des 33-Jährigen teilen in seiner Generation jedoch nur wenige. Der gleichaltrige Technikinformatiker Valmir Lindor aus Corail sieht in Haiti keine Perspektive. «Es gibt nichts, was mich hier hält.»

Hinweis: Diese Reportage entstand im Rahmen einer Medienreise des SRK vom 12. bis 18. März. Über ihren Nothilfe-Einsatz nach dem Hurrikan Matthew berichten Fachleute des SRK am Donnerstag,m, 6. April, ab 18 Uhr im Verkehrshaus Luzern. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter ausstellung.redcross.ch/veranstaltungen/dem-chaos-trotzen.

Karibikküste in Corail. Die 30 000-Einwohner-Stadt leidet unter den Folgen des Hurricans. Florian Kopp/SRK (Bild: Florian Kopp/SRK)

Karibikküste in Corail. Die 30 000-Einwohner-Stadt leidet unter den Folgen des Hurricans. Florian Kopp/SRK (Bild: Florian Kopp/SRK)

Arbeiter befreien eine Kaffeeplantage von umgestürzten Bäumen (Bild: Florian Kopp/SRK)

Arbeiter befreien eine Kaffeeplantage von umgestürzten Bäumen (Bild: Florian Kopp/SRK)

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