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«Katalanen nicht ernst genommen»

Laia Calatrava (36) aus Rolle VD ist vor bald zwölf Jahren in die Schweiz gekommen, um Schmuckdesign an der Hochschule für Kunst und Design in Genf zu studieren. Heute arbeitet sie bei einem Buchverlag und fertigt daneben eigene Schmuckstücke. Die Verbindung zu ihrer Heimat Katalonien hat die 36-Jährige nicht verloren: Mit ihren drei Kindern spricht sie Katalanisch. Auch will sie am Referendum am 1. Oktober teilnehmen – und für die Unabhängigkeit stimmen. «Es ist vor allem eine Frage der Kultur, der Identität», erklärt sie.

Calatrava war nicht immer für die Abspaltung von Spanien. «Vor einigen Jahren wäre ich wohl damit einverstanden gewesen, wenn Katalonien einfach etwas mehr Autonomie erhalten hätte.» Die letzten Jahre hätten aber gezeigt, dass die spanische Regierung die Katalanen nicht ernst nehme.

Sie zieht den Vergleich zur Schweiz: «Jeder Bundesrat spricht mindestens zwei Landessprachen. In Madrid hingegen wird Katalanisch als Bauernsprache verspottet. Es fehlt der Respekt.» In der Abstimmung werde wohl eine Mehrheit für die Unabhängigkeit votieren, aber es sei unklar, wie repräsentativ diese Mehrheit sein werde. Denn viele Gegner wollen das Referendum boykottieren. Für Calatrava unverständlich: «Jetzt erhalten die Leute endlich eine Stimme.» (lkz)

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