Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Katalonien: Krise ohne Ende

Redaktor Ralph Schulze über die Neuwahl in Katalonien.
Ralph Schulze, Madrid
Ralph Schulze

Ralph Schulze

Die Neuwahl in Katalonien brachte keine Änderung der bisherigen Machtverhältnisse. Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung eroberte wiederum die absolute Mehrheit der Sitze im Regionalparlament in Barcelona – dank einer Besonderheiten des Wahlrechts, das Stimmen aus ländlichen Regionen stärker gewichtet. Das Ende der Katalonien-Krise ist nach diesem Ergebnis nicht in Sicht.

Der Wunsch der spanischen Zentralregierung, dass diese Abstimmung die schwierige Lage entspannen würde, erfüllte sich nicht. Ganz im Gegenteil: Es ist zu erwarten, dass sich die katalanischen Separatisten nun sogar noch bestätigt sehen. Und dass sie den Druck auf Madrid, über die Unabhängigkeit zu verhandeln, erhöhen werden.

Das Wahlergebnis zeigt aber auch, dass die Separatisten weiterhin nicht die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich haben: 52,5 Prozent der Katalanen wählten Parteien, die eine Unabhängigkeit ablehnen. Ein klares Mandat, um die Sezession voranzutreiben, ist dies nicht. Die Separatisten werden zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine Unabhängigkeit gegen die andere Hälfte der Bevölkerung nicht durchsetzbar ist. Es ist zu hoffen, dass in Barcelona die Besonnenheit einzieht und künftig keine einseitigen ­Beschlüsse getroffen werden.

Ralph Schulze, Madrid

nachrichten@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.