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Suche nach vermisstem TV-Star Küblböck eingestellt

Vom früheren DSDS-Star Daniel Küblböck fehlt immer noch jede Spur. Der 33-Jährige soll vor Kanada bei einer Kreuzfahrt über Bord gegangen sein. Inzwischen haben die kanadischen Rettungskräfte die Suche nach dem Vermissten aufgegeben.
Von Gregor Tholl, dpa
Daniel Küblböck war bei der achten Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance» dabei. (Bild: KEYSTONE/DPA/Rolf Vennenbernd)

Daniel Küblböck war bei der achten Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance» dabei. (Bild: KEYSTONE/DPA/Rolf Vennenbernd)

Kaum noch Hoffnung: Die Suche nach dem vor Kanada in den Atlantik gestürzten Sänger und früheren TV-Star Daniel Kaiser-Küblböck ist am Montag erwartbar ergebnislos geblieben. Die kanadische Küstenwache hat die Suche nach dem Vermissten mittlerweile eingestellt, wie ihr Sprecher am Montagnachmittag der Deutschen Presseagentur DPA mitteilte.

Der 33-Jährige war nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntag in der Labrador See, etwa 185 Kilometer nördlich von St. John's/Neufundland, über Bord gegangen. Die Wassertemperatur beträgt dort nur etwa 10,5 Grad. Ohne Hilfe liegt die Überlebenschance bei nur wenigen Stunden.

Der Kreuzfahrt-Veranstalter äusserte schon am Sonntag die begründete Annahme, dass der privat an Bord befindliche Kaiser-Küblböck absichtlich gesprungen sei. Als Daniel Küblböck war der damalige Teenager mit der ersten Staffel der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) vor bald 16 Jahren berühmt geworden.

Mobbing oder nicht?

Die zuletzt von Kaiser-Küblböck besuchte Berliner Schauspielschule wies am Montag Mobbing-Vorwürfe zurück. "Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück", hiess es in einer Erklärung der ETI Schauspielschule Berlin des Vereins Europäisches Theaterinstitut.

Im Internet kursiert ein angeblich von Küblböck verfasster Netz-Eintrag, in dem von monatelangem Mobbing an der Schule die Rede ist und einer Dozentin vorgeworfen wird, nichts dagegen getan zu haben.

Kritik erntete am Montag ein Statement von Musikproduzent Dieter Bohlen, der sich in einem bei Instagram geposteten Video "total geschockt" zeigte. Der DSDS-Chefjuror trug darin eine verspiegelte Sonnenbrille und einen Kapuzen-Pullover, der ausgerechnet die Aufschrift "Be one with the Ocean" (Sei eins mit dem Ozean) hat.

Brüchige Karriere

Kaiser-Küblböck, geboren im bayerischen Hutthurm, wurde 2002/03 mit "DSDS" bekannt. Er wurde damals Dritter hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann, bekam aber nicht zuletzt wegen seiner aufgekratzten Art viel Medienaufmerksamkeit.

Anfang 2004 war er dann einer der Teilnehmer der ersten Staffel des RTL-Dschungelcamps "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". Vor vier Jahren bewarb sich Kaiser-Küblböck vergeblich mit dem Lied "Be A Man" um die Teilnahme am Eurovision Song Contest in Kopenhagen.

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