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KIEW/MOSKAU: Gewalt eskaliert in der Ukraine

Ukrainische Truppen sind am Samstag den zweiten Tag in Folge massiv gegen Separatisten im Osten vorgegangen. Die Regierung in Kiew meldete schwere Gefechte in der Stadt Kramatorsk.
Ukrainische Polizisten versuchen in der Stadt Odessa zwei Männer zu trennen, die während einer prorussischen Kundgebung aneinander geraten sind. (Bild: Keystone)

Ukrainische Polizisten versuchen in der Stadt Odessa zwei Männer zu trennen, die während einer prorussischen Kundgebung aneinander geraten sind. (Bild: Keystone)

In der Ex-Sowjetrepublik eskalierte die Gewalt. Besonders schwere Kämpfe tobten am Samstag in der Stadt Kramatorsk bei Slawjansk. Mindestens zwei Menschen wurden getötet. Ein Fernsehturm sowie mehrere Strassensperren seien in der Hand der Regierungstruppen, berichtete der ukrainische Innenminister Arsen Awakow.

Das Anti-Terror-Zentrum in Kiew teilte mit, die Vororte von Slawjansk würden mittlerweile von Sicherheitskräften kontrolliert. Auch in Slawjansk sollen bei neuen Gefechten wieder mehrere Menschen getötet worden sein. Im nahen Dorf Andrejewka seien am Vorabend 10 Menschen getötet und 40 verletzt worden. Die Regierung in Kiew hatte den Tod von zwei Soldaten bekanntgegeben.

In der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer, wo es bislang weitgehend ruhig geblieben war, lieferten sich am Freitag Anhänger und Gegner der Übergangsregierung in Kiew schwere Strassenschlachten. Dabei wurde das zentrale Gewerkschaftshaus in Brand gesetzt, wo Dutzende Menschen starben. Die Staatsanwaltschaft zählte insgesamt es 46 Tote, 214 Verletzte und 144 Festnahmen.

Vorwürfe von beiden Seiten

Die prowestliche Regierung in Kiew machte die einstige Führung um den entmachteten Präsidenten Viktor Janukowitsch für die Gewalt verantwortlich. Von ihrem Exil in Russland aus habe sie die Zusammenstösse organisiert, sagte eine Sprecherin des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Übergangspräsident Alexander Turtschinow ordnete eine zweitägige landesweite Trauer an.

Russland gab hingegen der ukrainischen Regierung die Schuld. »Die Hände der Führung in Kiew stecken bis zum Ellbogen in Blut«, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

sda/reu/dpa/afp

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