Abstimmung

Kiffen bleibt in Kalifornien verboten

Die Wähler in Kalifornien haben in einer Volksabstimmung die Legalisierung von Marihuana abgelehnt. Kiffen in trauten Heim bleibt im Westen der USA damit weiterhin verboten. Gerraucht wird wohl weiterhin.

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Er war dafür - aber 57 Prozent der Wähler von Kalifornien stimmten gegen die Legalisierung von Marihuana

Er war dafür - aber 57 Prozent der Wähler von Kalifornien stimmten gegen die Legalisierung von Marihuana

Keystone

Die kalifornischen Stimmbürger lehnten die sogenannte "Proposition 19" ab. Sie hätte es Erwachsenen ab 21 Jahren erlaubt hätte, bis zu 28 Gramm Marihuana zu besitzen und an nicht öffentlichen Plätzen zu konsumieren, wenn keine Kinder anwesend sind. Auch der private Anbau wäre erlaubt worden.

Der Volksentscheid war der am meisten mit Spannung erwartete von insgesamt 160 in 37 Staaten. Für medizinische Zwecke ist Marihuana in Kalifornien und 13 weiteren US-Staaten bereits zugelassen, die Legalisierung für den Gebrauch auch darüber hinaus wäre ein weiterer Meilenstein gewesen.

Befürworter haben erklärt, dem in argen Finanznöten steckenden Kalifornien würde das dringend benötigte Steuereinnahmen bringen und der mexikanischen Rauschgiftmafia einen Schlag versetzen, da deren Einnahmen aus dem illegalen Handel gekappt würden. Etliche ehemalige Polizeichefs unterstützten die Massnahme, von der sie sich einen Rückgang der Kriminalisierung Jugendlicher erhofften.

Spitzenpolitiker beider Parteien, darunter die Gouverneurskandidaten, hatten sich aber dagegen ausgesprochen. (rsn)