Knifflige Aufgabe für Destinationen

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Tourismus Das Fraumünster in Zürich macht es bereits, und in Venedig überlegt man es sich für den Markusplatz. Wo Tourismusströme überwältigend werden, kommt man in der Regel zur Lösung, mittels Eintrittsgeld den Besucherandrang zu steuern. Andere beliebte Touristendestinationen versuchen derweil, der Herausforderung mit neuen Mitteln und Wegen beizukommen.

Kurzfristigen Überlastungen könnte man laut der Organisation Wien Tourismus mit Smartphone-Apps, die Besucherströme misst, entgegenwirken. Eher überfüllte Orte sollen in Zukunft identifiziert und nachfolgende Touristen zu anderen Sehenswürdigkeiten gelotst werden.

«Manchmal einfach zu voll»

Übermässig beliebte Touristenattraktionen und gleichzeitig zu wenige Hotelbetten bereiten der Hamburger Verwaltung Mühe. Die Stadt verzeichnete im Jahr 2015 mehr als 12,6 Millionen Übernachtungen – die Besucher stehen einer Einwohnerzahl von 1,8 Millionen gegenüber. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) beschreibt es folgendermassen: «Die Hamburger sind gute Gastgeber, aber manchmal ist ihnen die Bude einfach zu voll.» Er will zu gut besuchte Sehenswürdigkeiten entlasten und dass die «Tourismusströme» dort «entzerrt werden», wie das «Hamburger Abendblatt» schreibt. Nun sollen Besucher in weniger entdeckte Stadtteile gelockt werden. Zudem wird die örtliche Wirtschaftsförderung Zahlen zu Angebot und Bedarf erheben. «Damit wir eine Datengrundlage für den Bau neuer Hotels haben», sagt Scholz. (ras)