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Kolumbien wählt

Parlament Erstmals seit dem Ende 2016 geschlossenen Friedensvertrag zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen wird an diesem Sonntag in Kolumbien ein neues Parlament gewählt. Dabei tritt die Farc, die über 50 Jahre lang gewaltsam gegen die Regierung kämpfte, erstmals auch als Partei mit Kandidaten für beide Parlamentskammern an.

Die Parteienlandschaft ist stark zersplittert. Im 166-köpfigen Repräsentantenhaus sitzen aktuell Mitglieder von 16 verschiedenen Parteien. Stärkste Kraft ist mit 39 Sitzen die Partido Liberal Columbiano (Liberale Partei Kolumbiens), gefolgt von der Partido Social de Unidad Nacional (Soziale Partei der nationalen Einheit) mit 37 Sitzen. Letztere stellt mit Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos auch den Staatspräsidenten.

Der Präsident ist nach amerikanischem Vorbild mit weitreichenden Machtbefugnissen ausgestattet. Deshalb wird der Präsidentschaftswahl, die am 27. Mai stattfindet, auch mehr Bedeutung zugemessen. (dlw)

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